Neue Rekorde beim 40. Vienna City Marathon
Knapp 35.000 Menschen sind heute beim 40. Vienna City Marathon (VCM) auf den Beinen gewesen. Der Kenianer Samwel Mailu gewann mit einem neuen Streckenrekord von 2:05:10 Stunden. Julia Mayer sorgte für einen neuen österreichischen Rekord bei den Frauen.23. April 2023, 6.00 Uhr (Update: 23. April 2023, 14.40 Uhr)Teilen
Mailu drückte die neun Jahre alte bisherige Bestmarke des Äthiopiers Getu Feleke (2:05:41) klar, der 30-Jährige gewann aus einer Spitzengruppe mehrerer Kenianer. Mailu lief seinen erst zweiten Marathon. Ende Oktober 2022 in Frankfurt war er als „Pacemaker“ gestartet und dann in 2:07:19 Std. zu einer ausgezeichneten Debüt-Zeit gelaufen.
Julia Mayer ist schnellste Österreicherin
Für den Österreicher Andreas Vojta lief das Rennen unterdessen nicht nach Wunsch. Der 33-jährige Wiener kam mit 14:19 Minuten Rückstand als 14. ins Ziel. Bei den Frauen lief Julia Mayer zum Staatsmeistertitel und österreichischen Rekord, in 2:30:42 Std. verbesserte sie den bisherigen um eine Sekunde. Die 30-Jährige kam 6:30 Minuten hinter der Siegerin Magdalyne Masai aus Kenia ins Ziel (2:24:12).
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FotostreckeSPORTVCM endet mit zwei Rekorden
Start war um 9.00 Uhr vor der Reichsbrücke, das Ziel lag am Ring zwischen Rathausplatz und Burgtheater. Rund 9.186 Personen nahmen die gesamte Marathonstrecke von 42,195 km in Angriff. Auch der Halb- und der Staffelmarathon fanden zur gleichen Zeit statt.
Wien heute, 23.4.2023Alles rund um den Vienna City Marathon02:33
Samariterbund: 276 Einsätze
Läuferinnen und Läufer konnten sich an zwölf Stationen entlang der Strecke verpflegen. Es gab Bananen, Äpfel, Orangen, Wasser und isotonische Getränke. 20 Kilometer Absperrgitter sicherten Teilnehmende und Zuschauer, 80 Pagodenzelte und Zelthallen sorgten auf dem Rathausplatz für Partystimmung. 17 Lkw-Züge brachten Garderobe, Verkehrszeichen, Gitter, Äpfel und Getränke und transportierten die Garderobenbeutel der Teilnehmenden vom Start ins Ziel.
Der Samariterbund war mit rund 250 Sanitäterinnen und Sanitätern, acht Notärztinnen und -ärzten sowie rund 30 Mitarbeitern zur Einsatzunterstützung zur Stelle. Das Team zählte 276 Fälle, davon mussten 49 Menschen ins Krankenhaus gebracht werden. medizinische Versorgung. „Bei den meisten Interventionen handelte es sich um Fälle von Dehydrierungen, Krämpfe und Kreislaufprobleme“, resümmierte Susanne Drapalik, Präsidentin des Samariterbund Wiens.

Laufkleidung wird eingesammelt
Auch für die MA 48 war der Marathon wieder eine Herausforderung. Ziel ist es, die Marathon-Route so rasch wie möglich wieder gereinigt zu öffnen. Die Großreinigung erfolgte direkt nach dem Schlussfahrzeug. Die Streckenreinigung sollte gegen 16.00 Uhr beendet sein, unmittelbar danach von 18.00 bis 20.00 Uhr der Rathausplatz. Insgesamt rechnet man mit rund 36 Tonnen Müll und Altstoffen, die recycelt bzw. entsorgt werden.
Aufgesammelt werden auch die Kleidungsstücke der Sportler, mit denen sie sich während der Wartezeit im Startbereich warmhalten, die sie dann aber nach dem Start zurücklassen. Diese Textilien werden von der Straßenreinigung getrennt erfasst und nach Möglichkeit über den 48er-Tandler verwertet. Wetterabhängig werden so laut MA 48 bis zu zehn Kubikmeter an Kleidungsstücken unterschiedlichster Qualität gesammelt.

Weitläufige Sperren
Entlang der Laufroute kam es immer wieder zu Sperren. Die Ringstraße war ab den Morgenstunden gesperrt, die Sperren werden Schritt für Schritt aufgehoben. Der 6. und 15. Bezirk waren während des Laufs nur sehr eingeschränkt über Schleusen erreichbar. Die Sperren dauerten bis zum frühen Nachmittag.
Zahlreiche Straßenbahn- und Buslinien waren von den abschnittsweisen Sperren entlang der Marathonstrecke betroffen. Informationen dazu liefern die Wiener Linien auf ihrer Website und in der WienMobil-App.
Klima-Aktivisten wollten sich ankleben
Aktivisten der „Letzten Generation“ haben den Marathon dafür genützt, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Beim Start auf der Wagramer Straße versuchten vier Personen, sich zwischen den Startblöcken 1 und 2 auf die Straße zu kleben. Zwei wurden jedoch schon am Weg von der Polizei erkannt und abgefangen, die beiden anderen am Ankleben gehindert, berichtete Florian Wagner, Sprecher der „Letzten Generation“.
Man habe sich entschieden, beim Start aktiv zu werden, bevor sich die Läufer in Bewegung setzen, da es sonst für alle Beteiligten zu gefährlich wäre. Leider wären die Gesichter vieler Aktivisten der Polizei bereits bekannt, weshalb der Protest nicht wie geplant durchgeführt werden konnte, bedauerte Wagner.
red, wien.ORF.at
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