{"id":962,"date":"2023-03-22T17:52:21","date_gmt":"2023-03-22T16:52:21","guid":{"rendered":"http:\/\/wienernachrichten.at\/?p=962"},"modified":"2023-03-22T17:52:21","modified_gmt":"2023-03-22T16:52:21","slug":"ski-alpin-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=962","title":{"rendered":"SKI ALPIN"},"content":{"rendered":"\n<h1>Heikle Umgestaltung des Weltcup-Kalenders<\/h1>\n\n\n\n<p><strong>Der alpine Weltcup-Kalender hat in der abgelaufenen Saison f\u00fcr Kritik gesorgt, vor allem \u00fcber die zwei Nordamerika-Reisen im November\/Dezember sowie im Februar\/M\u00e4rz wurde hinsichtlich der Umweltbilanz heftig diskutiert. Nicht als Ausrichter bew\u00e4hrt hat sich dabei Aspen. Ob und wann das US-Resort wieder im Kalender auftaucht, ist offen. Eine sinnvolle Umgestaltung des Kalenders ist allerdings eine heikle Sache.<\/strong>Online seit heute, 9.00 UhrTeilen<\/p>\n\n\n\n<p>Wetterpech, eine eher \u201eeinfache\u201c Strecke, mangelhafte Infrastruktur, eine schludrige Organisation, dazu eine \u00fcberschaubare Zuschauermenge in den Rocky Mountains. Dass die drei Rennen in Aspen (von denen eines wetterbedingt abgebrochen wurde) genau das nicht erreicht haben, was FIS-Pr\u00e4sident Johan Eliasch bezwecken wollte, l\u00e4sst sich kaum wegdiskutieren. Eliasch verfolgt n\u00e4mlich das Ziel, mehr Fans aus den USA f\u00fcr den Weltcup zu begeistern.<\/p>\n\n\n\n<p>Anfang M\u00e4rz seien die Resorts dort besser frequentiert und das Grundinteresse h\u00f6her als im November oder Dezember, hatte der Brite zu Saisonbeginn behauptet. Eine Woche vor Aspen machte der Weltcup noch im Februar auch in Palisades Tahoe in Kalifornien Station. Die Technikevents dort waren zwar besser organisiert und laut Veranstalter ausverkauft, wurden aber gleicherma\u00dfen von Wind und Wetter in Mitleidenschaft gezogen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/assets.orf.at\/mims\/2023\/10\/28\/crops\/w=1280,q=90\/1707568_bigpicture_631028_ski_alpin_umgestaltung_kalender_body1_g.jpg?s=088761096cc9bd6abe7bee529a6723dea7b64f51\" alt=\"\u00d6SV-Pr\u00e4sidentin Roswitha Stadlober\"\/><figcaption>\u00d6SV-Pr\u00e4sidentin Stadlober kritisierte die Pl\u00e4ne von FIS-Pr\u00e4sident Eliasch<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eIch glaube, dass es nicht Sinn macht, zweimal so nach Amerika zu reisen\u201c, sagte \u00d6SV-Pr\u00e4sidentin Roswitha Stadlober w\u00e4hrend der Ski-WM in Frankreich. Der notwendige Aufwand sei logistisch \u201eein Wahnsinn, finanziell ein Wahnsinn\u201c, stellte sie fest. \u201eWenn ich alle Nationen kumuliere, glaube ich, ist das ein siebenstelliger Betrag Mehrkosten. Und ich habe nicht begriffen, wer den Mehrwert hat\u201c, meinte Swiss-Ski-Pr\u00e4sident Urs Lehmann. \u201eIch habe immer gesagt, dass wir das unterst\u00fctzen, wenn es ein schl\u00fcssiges Konzept gibt. Aber ich habe das Konzept nie gesehen, wieso und warum.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2>Eliasch verfolgt seine Vision<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Vision von Eliasch ist, den alpinen Skisport auf eine Stufe mit globalen Sportarten wie Tennis, Golf und Formel 1 zu heben. Daf\u00fcr m\u00fcsse man auch in anderen Weltregionen als in Europa pr\u00e4sent sein. Weltcups in China sind wohl nur eine Frage der Zeit, bleibt noch die Fantasterei von Indoor-Bewerben in Skihallen. \u201eDas war eine Idee, die von (Ex-\u00d6SV-Pr\u00e4sident, Anm.) Peter Schr\u00f6cksnadel sehr forciert wurde\u201c, erkl\u00e4rte der streitbare Unternehmer. \u201eEine Sommerserie im Slalom in Hallen zu veranstalten. Man k\u00f6nnte in Dubai fahren, man k\u00f6nnte nach Oslo gehen, es gibt welche in London, in den Niederlanden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/assets.orf.at\/mims\/2023\/10\/27\/crops\/w=1280,q=90\/1707589_bigpicture_631027_ski_alpin_umgestaltung_kalender_body2_g.jpg?s=da1072dabdbc0f65eebd0bcaf737c270797c722b\" alt=\"FIS-Pr\u00e4sident Johan Eliasch\"\/><figcaption>FIS-Pr\u00e4sident Eliasch will den Skisport globaler vermarkten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig hat Eliasch mehr Augenmerk auf den Klimaschutz versprochen. Das in Einklang zu bringen, erscheint wie die Quadratur des Kreises, da die langen Flugreisen den gr\u00f6\u00dften Brocken in der CO2-Bilanz verursachen. Einig sind sich nahezu alle, dass der Saisonstart k\u00fcnftig sp\u00e4ter erfolgen und sich konsequenterweise auch das Saisonende etwas nach hinten verschieben wird \u2013 um dem Faktum Rechnung zu tragen, dass die Schneesicherheit vor Weihnachten k\u00fcnftig immer weniger und an nur sehr hoch gelegenen Standorten gegeben sein wird.<\/p>\n\n\n\n<h2>Thema ist ein \u201ehei\u00dfes Eisen\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p>Stadlober regte vor Kurzem an, mehrere Weltcup-Destinationen in den USA nacheinander abzuklappern. \u201eWir wissen, dass in Nordamerika von Oktober bis Dezember einfach gute Bedingungen sind. Es funktioniert, dann machen wir halt dr\u00fcben den ersten Block\u201c, sagte sie. Das w\u00fcrde zumindest die transatlantischen Fl\u00fcge reduzieren \u2013 allerdings auch etablierte Veranstalter wie Val d\u2019Isere, Gr\u00f6den und Alta Badia vor den Kopf sto\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Thema ist nat\u00fcrlich ein \u201ahei\u00dfes Eisen\u2018, da jedes Land sein traditionelles Rennen hat, das mit viel Herzblut verteidigt wird. Aber man muss heutzutage in diese Richtung denken d\u00fcrfen\u201c, verdeutlichte BOKU-Professorin Ulrike Pr\u00f6bstl-Haider vom Institut f\u00fcr Landschaftsentwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Problem: Durch die vermehrte Reiset\u00e4tigkeit \u2013 Stichwort Jetlag \u2013 w\u00fcrden die M\u00f6glichkeiten der Aktiven, zwischen den Wettk\u00e4mpfen ausreichend zu regenerieren, weiter schwinden. \u201eHier w\u00e4re es nicht nur im Sinne der Nachhaltigkeit, sondern auch der mentalen Gesundheit der Athletinnen und Athleten, den Rennkalender zu \u00fcberdenken\u201c, sagte Pr\u00f6bstl-Haider in der aktuellen Ausgabe des \u00d6SV-Magazins \u201eSki Austria\u201c. Vielleicht w\u00e4re weniger also tats\u00e4chlich mehr, auch wenn ein verschlankter Kalender mit weniger Einnahmen f\u00fcr die gro\u00dfen Player in dem Spiel einhergehen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>red, ORF.at\/<a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/impressum-nachrichtenagenturen\/\">Agenturen<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2>Links:<\/h2>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/www.oesv.at\/\">\u00d6SV<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.fisski.com\/\">FIS<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>QELLE : ORF.AT <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heikle Umgestaltung des Weltcup-Kalenders Der alpine Weltcup-Kalender hat in der abgelaufenen Saison f\u00fcr Kritik gesorgt, vor allem \u00fcber die zwei Nordamerika-Reisen im November\/Dezember sowie im Februar\/M\u00e4rz wurde hinsichtlich der Umweltbilanz heftig diskutiert. Nicht als Ausrichter bew\u00e4hrt hat sich dabei Aspen. 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