{"id":955,"date":"2023-03-04T16:33:40","date_gmt":"2023-03-04T15:33:40","guid":{"rendered":"http:\/\/wienernachrichten.at\/?p=955"},"modified":"2023-03-04T16:33:40","modified_gmt":"2023-03-04T15:33:40","slug":"koerperbilderschoen-schoener-social-media","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=955","title":{"rendered":"K\u00d6RPERBILDER:Sch\u00f6n, sch\u00f6ner, Social Media"},"content":{"rendered":"\n<p>11<a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/chronik\/leben\/2179500-Schoen-schoener-Social-Media.html#\">5<\/a>Der Selbstoptimierungswahn in den Sozialen Medien ver\u00e4ndert das K\u00f6rperbild von jungen Menschen.vom&nbsp;24.02.2023, 13:15&nbsp;Uhr&nbsp;|&nbsp;Update:&nbsp;26.02.2023, 09:00&nbsp;Uhr<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSPmTI2uyg35QKSGF7t1P6pxuCDPZcpc0Shp0Mtf_N6aAFFc4F2o9cUu2WkIqNzhXvdDxPmOVRbjHJh9oERGfz8lIen_4zIt0\/230224-1249-gettyimages-1326115233.jpg\"><img src=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1x3J4_P4dUMOAnOW5FgnPnCyfOz98thlgavNSYjnyvwuFV4zFR4EEA-MEF6IVM5tz1wb8FWaZVr5j4Ab6JOKcDsxjXJuHlvSv519qr5Dg595k\/230224-1249-gettyimages-1326115233.jpg\" alt=\"Den eigenen Lifestyle mit anderen \u00fcber Social Media teilen \u2013 ein Trend mit vielen Schattenseiten... \n- \u00a9 Mareen Fischinger \/ Getty\"\/><\/a><figcaption>Den eigenen Lifestyle mit anderen \u00fcber Social Media teilen \u2013 ein Trend mit vielen Schattenseiten&#8230;\u00a9 Mareen Fischinger \/ Getty<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Empfehlen&nbsp;&nbsp;11<a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/chronik\/leben\/2179500-Schoen-schoener-Social-Media.html#\">Kommentieren&nbsp;&nbsp;5<\/a>Teilen&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/\" target=\"_blank\">Auf Facebook teilen<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.twitter.com\/\" target=\"_blank\">Twittern<\/a><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_cms\/globals\/send.php?em_ssc=LCwsLA==&amp;em_cnt=2179500&amp;em_loc=10130&amp;em_ref=\/nachrichten\/chronik\/leben\/&amp;em_ivw=RedCont\/Lifestyle\/LifestyleUeberblick\/moewa\">Per E-Mail weiterleiten<\/a><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_cms\/globals\/print.php?em_no_split=1&amp;em_ssc=LCwsLA==&amp;em_cnt=2179500&amp;em_loc=10130&amp;em_ref=\/nachrichten\/chronik\/leben\/&amp;em_ivw=RedCont\/Lifestyle\/LifestyleUeberblick\/moewa&amp;em_absatz_bold=0&amp;em_print_image=true\">mit Bild&nbsp;<\/a><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_cms\/globals\/print.php?em_no_split=1&amp;em_ssc=LCwsLA==&amp;em_cnt=2179500&amp;em_loc=10130&amp;em_ref=\/nachrichten\/chronik\/leben\/&amp;em_ivw=RedCont\/Lifestyle\/LifestyleUeberblick\/moewa&amp;em_absatz_bold=0&amp;em_print_image=false\">ohne Bild&nbsp;<\/a>Betina PetschauerMehr zu diesem Thema<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1xgXBaSlIdauaCNXEBrvxrf6bqxQ6uXsDlcK_sDwipyd9e4bWK_4UYOyWJK7dvvY3GLVin-8BbxbsszXsMRVWo9kMeMLNKhyoyzqTdAk_3Xuvx29nmQTSrB4ekmlfa621Y\/221014-1310-07-mutzenbacherruthbeckermannfilmproduktion.jpg\" alt=\"Bild zu Frivol, umstritten und geliebt\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/kultur\/film\/2164976-Frivol-umstritten-und-geliebt.html\">Frivol, umstritten und geliebt<\/a>14.10.2022&nbsp;15&nbsp;1<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1xgXBaSlIdauaCNXEBrvxrf580f9CYjkUNh41Z2M15zDTS-Oq2j3RZaPBv16WO3rH9J-2Taz_gIsstg3ZeO7GlIgiEZ8jTYRKIk5bpYhx-PxUhnDpksOedOg\/220930-1254-hristina-satalova-ivvplubxfxi-unsplash.jpg\" alt=\"Bild zu Wir lieben und wir t\u00f6ten sie\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/wissen\/natur\/2163388-Wir-lieben-und-wir-toeten-sie.html\">Wir lieben und wir t\u00f6ten sie<\/a>30.09.2022&nbsp;14<\/p>\n\n\n\n<p id=\"absatz1\">Eine junge Frau steht voller Energie im Morgengrauen auf. Sie beginnt nicht einfach den Tag, sondern startet ihre &#8222;morning routine&#8220;. Das hei\u00dft: lauwarmes Zitronenwasser trinken, Sport, Yoga, meditieren, duschen (ganz wichtig: Skin Care, also Gesichtspflege!), aufwendig eine Smoothiebowl zubereiten, Journaling (aka Tagebuchschreiben), To-do-Listen erstellen, die bereits aufger\u00e4umte Wohnung aufr\u00e4umen \u2013 und das alles vor neun Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p>So oder so \u00e4hnlich sehen die Videos aus, die sich seit 2021 hartn\u00e4ckig unter dem Hashtag &#8222;thatgirl&#8220; in den sozialen Medien halten. 980.000 Beitr\u00e4ge gibt es dazu (Stand Februar 2022). &#8222;That girl&#8220; ist das Idealbild einer jungen Frau, die nicht nur in Bezug auf ihr Aussehen, sondern auch auf ihr Verhalten den Perfektionismus lebt. Das Credo: mehr anstrengen, mehr Disziplin, ges\u00fcnder leben. Dieses Bild setzt jedoch Millionen von (nicht nur sehr jungen) Frauen unter Druck. Unter dem Begriff &#8222;becoming that girl&#8220; werden bei Google fast zwei Milliarden Ergebnisse angezeigt, die entweder Tipps geben, wie man selbst zu so einem &#8222;perfekten&#8220; Wesen wird, oder in denen andere Frauen bei ebendiesem Versuch gezeigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anzahl der Ergebnisse offenbart, wie viele diesem Idealbild entsprechen wollen. Und das, obwohl das Leben schon fordernd genug ist, wenn es nicht bis in die letzte Faser optimiert wird. Ein weiterer Faktor, der beim #thatgirl-Trend kritisch betrachtet werden muss, ist, dass er viele ausschlie\u00dft. Zum Beispiel jene, die keine flexiblen Arbeitszeiten haben, bei denen die &#8222;Morgenroutine&#8220; aus Kinderbetreuung besteht, oder die aus anderen Gr\u00fcnden nicht so viel Zeit in Selbstoptimierung investieren k\u00f6nnen. Und wer zwar die Zeit, aber nicht die Motivation dazu hat, bekommt durch solche Videos ein schlechtes Gewissen. Etwa, wenn die eigene Morgenroutine aus sich anziehen, einem riesengro\u00dfen Kaffee und Z\u00e4hneputzen besteht.Werbung<\/p>\n\n\n\n<p>Generell stellt sich mit Blick auf die sozialen Medien die Frage, wohin die Zeit ist, als junge Menschen noch haupts\u00e4chlich feiern und ihr Leben genie\u00dfen statt an ihrer Selbstoptimierung arbeiten wollten. Der Druck, den die sozialen Medien auf junge Menschen aus\u00fcben, ist nicht mit jenem der Frauenzeitschriften aus fr\u00fcheren Jahren zu vergleichen. Schlie\u00dflich war man Magazinen nicht rund um die Uhr ausgesetzt und junge Frauen haben eine durchschnittliche Bildschirmzeit von etwa drei Stunden pro Tag.<\/p>\n\n\n\n<h2>Nicht nur Girl, sondern auch Girlfriend<\/h2>\n\n\n\n<p>Kaum zu glauben, aber zu #thatgirl gibt es noch eine Steigerung, n\u00e4mlich #stayathomegirlfriend. Dieser Trend entstand Ende 2022, auf TikTok gibt es zu dem Hashtag schon 165 Millionen Ansichten. Grunds\u00e4tzlich macht eine &#8222;zuhause bleibende Freundin&#8220; vor allem aus, dass sie einen reichen Freund oder Ehemann hat, weshalb sie selbst nicht arbeiten muss. Den Tag verbringt sie (zumindest in ihren Videos) ziemlich genau mit den oben genannten T\u00e4tigkeiten: gesunde Ern\u00e4hrung, Sport, Pflegerituale im Bad, Selfcare und Aufr\u00e4umen. So geht der Tag auch vorbei. Problematisch ist hierbei nicht nur eine unrealistische Vermittlung, sondern auch die Glorifizierung des &#8222;Hausfrauendaseins&#8220;, das oft mit einer finanziellen Abh\u00e4ngigkeit vom gutverdienenden Partner einhergeht. Au\u00dfer, man ist selbst erfolgreiche Influencerin. Warum traditionelle Frauenbilder heute noch propagiert werden, erkl\u00e4ren sich Forschende damit, dass Frauen sich gezwungen s\u00e4hen, in ihren Inhalten stereotypen Rollenklischees zu folgen, um mehr Klicks zu bekommen und somit mehr Geld zu verdienen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Breites Spektrum an Trends<\/h2>\n\n\n\n<p>Weitere fragw\u00fcrdige K\u00f6rpertrends auf Social Media sind zum Beispiel das Streben nach einer Bikini Bridge (die Bikinihose sitzt nur auf den H\u00fcftknochen, nicht auf dem Bauch) oder einem Thig Gap (L\u00fccke zwischen den Oberschenkeln). Auch der Heroin Chic, ein Trend aus den 90ern, der die Magermodel-\u00c4sthetik feiert, erlebt ein Revival. Unter den Begriffen &#8222;Pro Ana&#8220; oder &#8222;Pro Mia&#8220;, also pro Anorexie oder Bulimie, vernetzen sich Personen mit einer Affinit\u00e4t zu gesundheitsgef\u00e4hrdenden Schlankheitsbildern. Als Gegentrend dazu k\u00f6nnen ausladende Kurven genannt werden oder die &#8222;Strong is the new skinny&#8220;-Bewegung.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Ersterem hat sich in den vergangenen Jahren ein starker Fokus auf den Po entwickelt. Auch die Sch\u00f6nheitsindustrie hat das Potenzial dieser Sehnsucht erkannt und bietet etwa Sch\u00f6nheits-OPs wie Brazilian Butt Lift an, bei dem Fett aus anderen K\u00f6rperregionen in das Ges\u00e4\u00df gespritzt wird, um es gr\u00f6\u00dfer zu machen. Bei Zweiterem geht es um den Wunsch nach einem athletischen und trainierten K\u00f6rper, statt einfach nur sehr d\u00fcnn zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Es bleibt festzuhalten: Bodyshaming passiert in beide Richtungen, in den sozialen Medien werden &#8222;zu d\u00fcnne&#8220; Menschen ebenso abgewertet wie jene am anderen Ende des Spektrums. All diesen Sch\u00f6nheitsidealen steht die &#8222;Body Positivity&#8220;-Bewegung gegen\u00fcber, bei der jeder K\u00f6rper unabh\u00e4ngig von seinem Aussehen akzeptiert werden soll. Vertreter und Vertreterinnen der Bewegung postulieren, mit sich selbst im Reinen zu sein und das Selbstwertgef\u00fchl nicht \u00fcber Sch\u00f6nheitsideale zu definieren. Dieser grunds\u00e4tzlich lobenswerte Ansatz nimmt jedoch immer wieder fragw\u00fcrdige Ausw\u00fcchse an und steht in der Kritik, etwa durch die Normalisierung von \u00dcbergewicht einen ungesunden Lebensstil zu f\u00f6rdern. Als L\u00f6sung sehen viele &#8222;Body Neutrality&#8220;, bei der der Fokus vom Aussehen weg und hin zu den inneren Werten geht.<\/p>\n\n\n\n<h2>Her mit den Muskeln<\/h2>\n\n\n\n<p>Doch nicht nur jungen Frauen wird in den sozialen Medien ein ungesundes Bild vorgelebt. Auch der K\u00f6rperkult unter jungen M\u00e4nnern hat in den letzten Jahren stark zugenommen, nur liegt der Fokus hier weniger auf Gewichtsverlust oder Sch\u00f6nheit als auf purer Muskelmasse. Die Fitnessstudios sind voll, der Proteinpulver-Markt boomt, die Selbstoptimierung wird zum Lebensinhalt. Smartwatches z\u00e4hlen Schritte, messen den Puls und die Schlafqualit\u00e4t und zeigen verbrannte Kalorien an.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1xRDqOdlZgE4RzM9ApXd1qIuQ1h01hX1Pj3lHqoLDHH_fPNL3XMeHVKEaHpV-Z1nSn0M44LgnqmfgoIVuHQj2I_orvorItlRmE\/230224-1251-gettyimages-1435095173.jpg\"><img src=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1x0y0DN_Gyn5KiVV9O0f74LZhHbPI_Z0Ffvb-ewm5nXviJPXQJZoBA3RmCKPu9qOXf35Srg-Nibqzwtp3B3TqeZ7Ai5H39lGiW\/230224-1251-gettyimages-1435095173.jpg\" alt=\"Muskeln sind in \u2013 ob sie immer tats\u00e4chlich antrainiert sind, ist zu hinterfragen. \n- \u00a9 Radomir Jovanovic \/ Getty\"\/><\/a><figcaption>Muskeln sind in \u2013 ob sie immer tats\u00e4chlich antrainiert sind, ist zu hinterfragen.- \u00a9 Radomir Jovanovic \/ Getty<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Noch viel mehr als bei den Vorbildern der Frauen stellt sich hier jedoch die Frage: Sind die online gezeigten Muskeln echt oder nicht? Sogenannte &#8222;Fake Nattys&#8220; (also &#8222;nur zum Schein nat\u00fcrliche&#8220; M\u00e4nner) proklamieren, ihre Muskeln durchwegs auf nat\u00fcrliche Weise hart erarbeitet zu haben. Nachzupr\u00fcfen ist dies f\u00fcr den durchschnittlichen User kaum, was unrealistische Erwartungen in den jungen M\u00e4nnern weckt. Zu erreichen sind die gesetzten Ziele mit nat\u00fcrlichen Mitteln kaum. Steroide oder andere moderne leistungssteigernde Stubstanzen wie SARMs sind heute nicht nur unter Profisportlern, sondern auch bei &#8222;ganz normalen&#8220; jungen M\u00e4nner absolut keine Seltenheit mehr. Im Extremfall wird schon unter Teenagern Testosteron gespritzt, um ein schnelleres Muskelwachstum, erh\u00f6hte Leistung und einen niedrigeren K\u00f6rperfettanteil zu erzielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem bei all diesen &#8222;Hilfsmitteln&#8220; ist jedoch, dass sie die Gesundheit sch\u00e4digen. Wird bereits in der Jugend von au\u00dfen Testosteron zugef\u00fchrt, kann der gesamte Hormonhaushalt aus den Fugen geraten und der K\u00f6rper im schlimmsten Fall nie wieder ohne Supplemente funktionieren. Anabolika k\u00f6nnen eine Reihe von Nebenwirkungen haben, von Akne \u00fcber Thrombosen und Lebersch\u00e4den bis hin zu Herzinfarkten. Problematisch ist, dass die Zielgruppe sich lieber in der sogenannten &#8222;Bro Science&#8220;-Kultur informiert als \u00fcber seri\u00f6se Quellen. Das hei\u00dft, dass zum Thema Muskelaufbau und Ern\u00e4hrung eher in der Community (unter &#8222;Bros&#8220;, also Br\u00fcdern) Ratschl\u00e4ge ausgetauscht werden, als auf Fachmeinungen zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den online empfohlenen Ern\u00e4hrungsstilen sind alle Extreme vertreten, von vegan \u00fcber Paleo (an der Steinzeit orientiert) bis hin zu fleischlastig (wegen des Proteins). Auf die Spitze treibt dies zum Beispiel der k\u00fcrzlich zu enormer Popularit\u00e4t gelangte Fitness-Influencer &#8222;Liver King&#8220;. Der muskelbepackte Amerikaner a\u00df immer wieder vor Millionen von Followern rohes Fleisch und Organe wie Leber \u2013 bis im Dezember 2022 enth\u00fcllt wurde, dass er monatlich Steroide im Wert von 11.000 Dollar zu sich nahm. Den Teenagern hilft dies freilich wenig: In Deutschland stieg die Zahl der m\u00e4nnlichen Jugendlichen mit einer nachgewiesenen Essst\u00f6rung von 2008 bis 2018 um 60 Prozent an.<\/p>\n\n\n\n<h2>Ausweg gesucht<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Auswirkungen von fragw\u00fcrdigen Social-Media-Trends auf Jugendliche sind auch den Unternehmen selbst bekannt. Die Whistleblowerin Francis Haugen etwa machte 2021 publik, dass der Facebook-Konzern Meta sich einiger Problematiken durchaus bewusst ist. Laut interner Forschung des Konzerns hei\u00dft es an einer Stelle: &#8222;Wir verschlimmern bei einem von drei M\u00e4dchen im Teenageralter Probleme, die es mit seinem K\u00f6rperbild hat.&#8220; Unternommen wird dagegen dennoch kaum etwas, im Gegenteil: App-Funktionen wie Filter tragen zum zunehmend unrealistischen K\u00f6rperbild bei. Eine repr\u00e4sentative Umfrage aus dem Jahr 2021 im Auftrag der Kinderrechtsorganisation &#8222;Plan International&#8220; ergab, dass 94 Prozent der Frauen und 87 Prozent der M\u00e4nner ihre Bilder mit Filtern und Co. optimieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen gibt es mancherorts bereits Bestrebungen, das Problem von offizieller Seite anzugehen. So ist etwa in Frankreich die Kennzeichnung von bearbeiteten Fotos schon seit einigen Jahren Pflicht, auch in Norwegen gibt es seit 2021 ein entsprechendes Gesetz. So kann nur versucht werden, jungen Menschen kritisches Hinterfragen der konsumierten Inhalte beizubringen, etwa indem man immer wieder darauf hinweist, dass die Content Creators in den sozialen Medien gutes Geld mit den von ihnen propagierten K\u00f6rperbildern verdienen. Nicht wenige haben eigene Produktlinien entwickelt, von Proteinpulver und -riegeln \u00fcber andere &#8222;gesunde Snacks&#8220; bis hin zu Fitnesszubeh\u00f6r.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade junge Personen sind unsicher, was ihren eigenen K\u00f6rper angeht, und in dieser Hinsicht leicht zu beeinflussen. Bei all der Problematik, die von Social Media beeinflusste K\u00f6rperbilder ausl\u00f6sen, ist zumindest positiv anzumerken, dass so die Debatte \u00fcber den kritischen Konsum von Medien nicht abrei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>QELLE : wienerzeitung.at <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>115Der Selbstoptimierungswahn in den Sozialen Medien ver\u00e4ndert das K\u00f6rperbild von jungen Menschen.vom&nbsp;24.02.2023, 13:15&nbsp;Uhr&nbsp;|&nbsp;Update:&nbsp;26.02.2023, 09:00&nbsp;Uhr Empfehlen&nbsp;&nbsp;11Kommentieren&nbsp;&nbsp;5Teilen&nbsp;Auf Facebook teilenTwitternPer E-Mail weiterleitenmit Bild&nbsp;ohne Bild&nbsp;Betina PetschauerMehr zu diesem Thema Frivol, umstritten und geliebt14.10.2022&nbsp;15&nbsp;1 Wir lieben und wir t\u00f6ten sie30.09.2022&nbsp;14 Eine junge Frau steht voller Energie im Morgengrauen auf. 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