{"id":937,"date":"2023-03-04T16:05:39","date_gmt":"2023-03-04T15:05:39","guid":{"rendered":"http:\/\/wienernachrichten.at\/?p=937"},"modified":"2023-03-04T16:05:39","modified_gmt":"2023-03-04T15:05:39","slug":"gesundheitwenn-covid-nicht-weggeht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=937","title":{"rendered":"GESUNDHEIT:Wenn Covid nicht weggeht"},"content":{"rendered":"\n<p>8<a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/2180327-Wenn-Covid-nicht-weggeht.html#\">5<\/a>Schwere, dauerhafte Verl\u00e4ufe von Post-Covid bleiben die Ausnahme. Die Diagnose ist oft schwierig.vom&nbsp;03.03.2023, 19:00&nbsp;Uhr&nbsp;|&nbsp;Update:&nbsp;04.03.2023, 10:13&nbsp;Uhr<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSPmTI2uyg37dFq6X4S0churMKFI5OWJASzYj7w0kWPwiCmg2zd77csBtxuPoWDoviKxNzFnZKfF7wdTwy2wc86tdLBWhyiTmBjRiSewunTM\/230303-1743-948-0900-425183-lc.jpg\"><img src=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1x3J4_P4dUMOAnOW5FgnPnC3snpXfH0QKc7Izxscrt23LvmJkyFBSAWWY1_mLpY_56_RRm7hJOeBSVCDhpHqVVg7MCY9S28khsHoA_ReffGGs\/230303-1743-948-0900-425183-lc.jpg\" alt=\"Nach wie vor ist es nicht seri\u00f6s zu taxieren, wie viele Personen nach einer Genesung persistente Probleme haben. \n- \u00a9 stock.adobe.com \/ freshidea\"\/><\/a><figcaption>Nach wie vor ist es nicht seri\u00f6s zu taxieren, wie viele Personen nach einer Genesung persistente Probleme haben.\u00a9&nbsp;<a href=\"http:\/\/stock.adobe.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">stock.adobe.com<\/a>&nbsp;\/ freshidea<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Empfehlen&nbsp;&nbsp;8<a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/2180327-Wenn-Covid-nicht-weggeht.html#\">Kommentieren&nbsp;&nbsp;5<\/a>Teilen&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/\" target=\"_blank\">Auf Facebook teilen<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.twitter.com\/\" target=\"_blank\">Twittern<\/a><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_cms\/globals\/send.php?em_ssc=LCwsLA==&amp;em_cnt=2180327&amp;em_loc=67&amp;em_ref=\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/&amp;em_ivw=RedCont\/Politik\/PolitikInland\">Per E-Mail weiterleiten<\/a><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_cms\/globals\/print.php?em_no_split=1&amp;em_ssc=LCwsLA==&amp;em_cnt=2180327&amp;em_loc=67&amp;em_ref=\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/&amp;em_ivw=RedCont\/Politik\/PolitikInland&amp;em_absatz_bold=0&amp;em_print_image=true\">mit Bild&nbsp;<\/a><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_cms\/globals\/print.php?em_no_split=1&amp;em_ssc=LCwsLA==&amp;em_cnt=2180327&amp;em_loc=67&amp;em_ref=\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/&amp;em_ivw=RedCont\/Politik\/PolitikInland&amp;em_absatz_bold=0&amp;em_print_image=false\">ohne Bild&nbsp;<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1x_-CpW2msRkrK5TdtXylYqZ55f5NZtRYdJPTtd_OPvrgqmq8i3bFYVuOB7-Rujg1a5kZlOtaHhK3A44n3uRRTww\/180828-1001-rosner-simon.png\" alt=\"alt=\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/unternehmen\/redaktion-wz\/?id=527\">Simon Rosner<\/a>Leitung InnenpolitikMehr zu diesem Thema<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1xgXBaSlIdauaCNXEBrvxrf-GgEGCDMlRoYmZHJ8-9F11nTOmh46QyN0biJy1Kh7i90sQtfE34QJHQZQXZTM5dqke8vszaEn-6XFjN5YjfdkyRi4nvvIj4yLviW81VVdqx\/230131-1353-948-0900-420040-adobestock-3178955274.jpg\" alt=\"Bild zu Covid-19 und seine Sp\u00e4tfolgen\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/wissen\/mensch\/2176508-Covid-19-und-seine-Spaetfolgen.html\">Covid-19 und seine Sp\u00e4tfolgen<\/a>31.01.2023&nbsp;7&nbsp;5<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/_em_daten\/_cache\/image\/1xgXBaSlIdauaCNXEBrvxrfxpY4RuGwU5hVxg4k0uFBzrfxqugChtEY6r9WLETB_AeaNJDgZ2D4BIido8Asq67WA\/221230-1126-long.jpg\" alt=\"Bild zu Weniger Krankenst\u00e4nde wegen Long-Covid\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/oesterreich\/2173174-Weniger-Krankenstaende-wegen-Long-Covid.html\">Weniger Krankenst\u00e4nde wegen Long-Covid<\/a>30.12.2022&nbsp;5&nbsp;13<\/p>\n\n\n\n<p id=\"absatz1\">Vor zwei Jahren wurden dem internationalen Codierungssystem f\u00fcr Krankheiten zwei Codes hinzugef\u00fcgt: U09.9 sowie U10.9. Dahinter verbirgt sich der &#8222;Post-Covid-19-Zustand&#8220; sowie das &#8222;multisystemische Entz\u00fcndungssyndrom in Verbindung mit Covid-19&#8220;. Darunter f\u00e4llt, was umgangssprachlich als &#8222;Long-Covid&#8220; bezeichnet wird. Seit Anfang M\u00e4rz 2021 diese Codierung eingef\u00fchrt wurde, verzeichnete die \u00d6sterreichische Gesundheitskasse knapp 90.400 Arbeitsunf\u00e4higkeitsmeldungen aufgrund dieser Codes. Sehr lange Krankenst\u00e4nde sind die Ausnahme, aber rund 1.000 Betroffene waren doch l\u00e4nger als sechs Monate im Krankenstand, davon waren Anfang Februar noch etwa 400 Personen arbeitsunf\u00e4hig.ADVERTISING<\/p>\n\n\n\n<p>Long-Covid umfasst aber mehr, als diese Codes abdecken. Laut Leitlinie der \u00d6gam, der Gesellschaft f\u00fcr Allgemeinmedizin, fallen auch langwierige akute Covid-Verl\u00e4ufe bis zu zw\u00f6lf Wochen darunter. Das war vor Verf\u00fcgbarkeit der Impfung nicht selten der Fall, als das Virus bei Infizierten oft Lungenentz\u00fcndungen ausl\u00f6ste. Eine schwere Pneumonie kann lange nachwirken. Ab der zw\u00f6lften Woche wird von Post-Covid gesprochen, wobei es auch Wochen der Beschwerdefreiheit geben kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach wie vor ist es nicht seri\u00f6s zu taxieren, wie viele Personen nach einer Genesung persistente Probleme haben. F\u00fcr die Gesundheitspolitik w\u00e4re es wichtig, um planen zu k\u00f6nnen, wie viele Nachbehandlungen ben\u00f6tigen und in welcher Form, wie viele spezialisierte Ambulanzen und Rehabilitationsangebote notwendig sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Daten der Gesundheitskasse handelt es sich um Meldungen von Krankenst\u00e4nden, nicht um Personen. Wer sich also mehrfach krank meldet, was durchaus plausibel ist, wird auch mehrfach gez\u00e4hlt. In den Zahlen der \u00d6GK scheinen nur unselbst\u00e4ndig Besch\u00e4ftigte auf, also weniger als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung, vor allem aber: Beschwerden f\u00fchren nicht immer zu Krankenst\u00e4nden.https:\/\/b08d7b676106c354a7f1db062be31677.safeframe.googlesyndication.com\/safeframe\/1-0-40\/html\/container.htmlWerbung<\/p>\n\n\n\n<p>Das beobachtet auch Udo Zifko, Facharzt f\u00fcr Neurologie und Psychiatrie und Vorstand der Neurologie am Evangelischen Krankenhaus in Wien, in dem eine Post-Covid-Ambulanz eingerichtet wurde. &#8222;Der Gro\u00dfteil ist arbeitsf\u00e4hig&#8220;, sagt Zifko. Das hei\u00dft, die Patienten suchen in der Regel zwar erstmals die Ambulanz auf, wenn sie im Krankenstand sind, bleiben aber oft \u00fcber das Ende der Arbeitsunf\u00e4higkeit hinaus in Behandlung. &#8222;Ein Viertel ist berufst\u00e4tig mit Beschwerden und schafft es irgendwie&#8220;, sagt Zifko. Nur ganz wenige Personen seien \u00fcber Monate so stark beeintr\u00e4chtigt, dass sie bleibend arbeitsunf\u00e4hig seien.<\/p>\n\n\n\n<h2>Gro\u00dfe Bandbreite der Symptome und St\u00e4rke<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie viele von Beschwerden geplagt werden, dass sie deshalb \u00c4rzte konsultieren, kann die \u00d6GK mangels Erfassung nicht sagen. In Deutschland ist die Datenlage besser. In Bayern waren 2021 rund 70.000 und in den ersten drei Quartalen 2022 etwa 120.000 Personen wegen Post-Covid (nur Diagnosecode: U09.9) im niedergelassenen Bereich in Behandlung. Umgelegt auf das kleinere \u00d6sterreich entspr\u00e4chen diese Zahlen 130.000 Personen, die aus diesem Grund einen Arzt aufsuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auff\u00e4llig ist, dass es im Vorjahr mehr wurden. Zu beachten ist aber der zeitliche Verzug von zumindest drei Monaten. Das hei\u00dft, dass ins Jahr 2022 jene Betroffene fallen, die sich im Herbst davor mit dem Delta-Virus infizierten, das pathogener, also &#8222;krankmachender&#8220;, war. Zur &#8222;Wiener Zeitung&#8220; hei\u00dft es zudem aus Bayern, dass ein Grund f\u00fcr den Anstieg auch die h\u00f6here Sensibilit\u00e4t der \u00c4rzteschaft sein k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Art und den Schweregrad der Symptome geben die Daten aus Bayern keine Auskunft. Die Bandbreite ist gro\u00df, von leichter St\u00f6rung des Geschmacksinns bis zu chronischer Fatigue, also extremer M\u00fcdigkeit und Ersch\u00f6pfung, die Betroffene den Alltag nicht mehr bew\u00e4ltigen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut \u00d6GK-Daten dauerten bis Anfang Februar 1.049 Krankenst\u00e4nde \u00fcber ein halbes Jahr, wobei davon 395 noch liefen. Die positive Nachricht: Seit Anfang Dezember ist die Zahl der aktiven Krankenst\u00e4nde \u00fcber ein halbes Jahr etwas gesunken. In 199 F\u00e4llen bestand die Arbeitsunf\u00e4higkeit l\u00e4nger als ein Jahr, wobei davon noch 63 Personen arbeitsunf\u00e4hig sind. Im Dezember waren es 47.<\/p>\n\n\n\n<p>Die &#8222;Wiener Zeitung&#8220; hat seit September die Zahlen der Krankenst\u00e4nde regelm\u00e4\u00dfig abgefragt. Aus der Entwicklung geht eine signifikante Abnahme der Meldungen hervor. Waren es bis September 2022 durchschnittlich pro Monat 4.500 Krankenst\u00e4nde aufgrund von Post-Covid, waren es danach rund 1.100.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Ambulanz des Evangelischen Krankenhauses hat dies auch Zifko registriert. Er bleibt aber vorsichtig. &#8222;Ich kann es nicht mit Zahlen belegen, aber mein Eindruck ist, dass schwere F\u00e4lle eher weniger werden. Das w\u00fcrde auch mit der wissenschaftlichen Literatur zusammenpassen&#8220;, sagt er. Die fortgeschrittene Immunit\u00e4t und die Omikron-Varianten haben die Situation auch hinsichtlich der l\u00e4nger andauerenden Beschwerden ver\u00e4ndert. Zum Beispiel sind die komplexen Lungenentz\u00fcndungen, die in der ersten Pandemie-Phase in den Spit\u00e4lern dominierten, selten geworden. Das bedeutet logischerweise auch, dass die dadurch ausgel\u00f6sten Folgeprobleme abgenommen haben.<\/p>\n\n\n\n<h2>Die Schwierigkeit der Objektivierung<\/h2>\n\n\n\n<p>Udo Zifko im Evangelischen Krankenhaus sieht aufgrund seiner Spezialisierung vor allem Patienten mit neurologischen und psychischen Symptomen. &#8222;Gerade im neurologischen Bereich l\u00e4sst sich die Diagnose schwer objektivieren&#8220;, sagt Zifko. Man sieht die Symptome, aber oft nichts dar\u00fcber hinaus, weder im Blut noch in bildgebenden Verfahren. Zu ihm k\u00e4men mehr Frauen als M\u00e4nner, eher j\u00fcngere Personen, meistens zwischen 25 und 50 Jahren, berichtet er. &#8222;Das g\u00e4ngigste Krankheitsbild sind Konzentrations- und Aufmerksamkeitsst\u00f6rungen.&#8220; Auch Depressionen sieht Zifko h\u00e4ufig, wie er sagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft gelte es bei der Diagnose herauszufinden, ob der Zustand tats\u00e4chlich von Covid ausgel\u00f6st wurde oder eine andere St\u00f6rung vorliege, die sich durch &#8222;Long-Covid&#8220; nun einen Namen gefunden habe, so Zifko. Er ist auch Gutachter am Arbeitsgericht. Post-Covid spielt mittlerweile auch eine Rolle bei Berufsunf\u00e4higkeiten, doch Zahlen gibt es nicht. Denn erfasst wird nur die Hauptdiagnose, zum Beispiel das Chronische Fatigue-Syndrom (G93.3). Ob es in Verbindung mit einer Covid- oder einer Influenza-Erkrankung steht, ist f\u00fcr die Pensionsversicherung nicht bedeutsam.<\/p>\n\n\n\n<h2>Long-Covid hat als Begriff bald ausgedient<\/h2>\n\n\n\n<p>Beschwerden nach viralen Infektionen sind nicht unbekannt, eben auch nach Grippe. Es wurde nur bisher wenig beforscht. &#8222;Vom Ablauf und der Symptomatik ist es vergleichbar, der Unterschied ist aber die Ballung&#8220;, sagt Zifko. Derzeit wird \u00fcbrigens die Long-Covid-Leitlinie von Grund auf \u00fcberarbeitet, wobei k\u00fcnftig allgemein von einem postviralen Zustand gesprochen werden d\u00fcrfte, eben weil sich dieses Ph\u00e4nomen nicht nur auf Covid-19 beschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p>In die Ambulanz von Zifko kommen \u00fcbrigens auch Patientinnen und Patienten mit Beschwerden, die diese in Verbindung mit der Impfung bringen. &#8222;Ich sch\u00e4tze, auf zehn bis zw\u00f6lf Personen wegen Post-Covid kommt eine wegen der Impfung.&#8220; Auch dabei sei die Diagnose sehr schwierig. &#8222;Vielleicht stimmt es, aber es l\u00e4sst sich eben nur schwer objektivieren.&#8220; F\u00fcr die Betroffenen ist das oft m\u00fchsam und frustrierend.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu m\u00f6glichen Ursachen wird weltweit intensiv geforscht, immer wieder tauchen neue Ans\u00e4tze auf, aber die Evidenz ist nicht sehr homogen. Es sind bisher Hypothesen. In der aktuellen Leitlinie werden Gewebesch\u00e4den, die Persistenz von Virusbestandteilen und die chronische (Hyper-\/Auto-) Inflammation w\u00f6rtlich als &#8222;diskutierte Ausl\u00f6ser&#8220; genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>QELLE : wienerzeitung.at <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>85Schwere, dauerhafte Verl\u00e4ufe von Post-Covid bleiben die Ausnahme. 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