{"id":1352,"date":"2023-09-27T17:43:18","date_gmt":"2023-09-27T16:43:18","guid":{"rendered":"http:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1352"},"modified":"2023-09-27T17:43:18","modified_gmt":"2023-09-27T16:43:18","slug":"wirtschaft-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1352","title":{"rendered":"WIRTSCHAFT"},"content":{"rendered":"\n<h1>Trotz Tourismusauftrieb weniger Ums\u00e4tze<\/h1>\n\n\n\n<p><strong>Der Sommer hat f\u00fcr den Wiener Tourismus viel Aufschwung gebracht, aber es gibt auch Schattenseiten. Einerseits hat es hervorragende N\u00e4chtigungszahlen gegeben, andererseits sinken inflationsbedingt dennoch die Ums\u00e4tze, da die G\u00e4ste weniger Geld ausgeben w\u00fcrden. Au\u00dferdem warten immer noch viele Hoteliers auf Lockdown-Entsch\u00e4digungen.<\/strong>Online seit heute, 18.00 UhrTeilen<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadt ist trotz Ferien-Ende voll mit Touristinnen und Touristen. Im Hotel Belvedere gibt es 114 Zimmer, im September waren hier 80 Prozent der Betten belegt. Ein \u00fcberraschend positives Ergebnis f\u00fcr die Jahreszeit. Soweit die guten Nachricht \u2013 denn hinter den Kulissen k\u00e4mpfen viele Hoteliers derzeit mit finanziellen Nachwehen aus der CoV-Zeit.<a href=\"https:\/\/wien.orf.at\/stories\/3224883\/\">MEHR ZUM THEMAWien Tourismus weiter auf H\u00f6henflug<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Das gro\u00dfe Problem ist, dass der \u201eVerlustersatz 1&#8220; aus dem Jahr 2020 als die Pandemie gestartet hat, bis heute nicht eingetroffen ist. Wir haben uns fremdfinanzieren m\u00fcssen teilweise, damit wir unsere Mitarbeiter in der Kurzarbeit zahlen konnten, unsere Stromrechnungen zahlen mussten, unsere Pacht zahlen mussten und jetzt stehen wir da, haben kein Geld bekommen\u201c, sagte Dominik Schmid vom NH Hotel Belvedere und WKW-Fachgruppenobmann.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Monaten J\u00e4nner bis August gab es heuer insgesamt knapp elf Millionen N\u00e4chtigungen. Das sind um 39 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Aber immer noch um fast f\u00fcnf Prozent weniger als im Vor-Corona Jahr 2019.<\/p>\n\n\n\n<h2>Warten auf Covid-Entsch\u00e4digungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Eineinhalb Jahre waren die Beherbergungsbetriebe in Wien geschlossen. Aufregung herrscht derzeit auch auch dar\u00fcber, \u201edass das Thema Pacht von der COFAG (COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes) nicht ersetzt wird \u2013 die Betriebe diese allerdings an die Verp\u00e4chter zahlen m\u00fcssen und das nat\u00fcrlich wirklich eine Ungleichbehandlung gegen\u00fcber Mietern ist\u201c, betonte Markus Gratzer, Pr\u00e4sident der \u00d6sterreichischen Hoteliervereinigung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die COFAG best\u00e4tigte gegen\u00fcber \u201eWien heute\u201c, dass \u00f6sterreichweit noch 6.384 Antr\u00e4ge von mehr als 1,3 Millionen Antr\u00e4gen nicht ausbezahlt wurden. \u201eDavon betreffen 674 Antr\u00e4ge Hotels, Gasth\u00f6fe und Pensionen. 515 Antr\u00e4ge sind aufgrund der bekannten beihilferechtlichen Themenstellungen derzeit nicht auszahlbar\u201c, hie\u00df es in der Stellungnahme.<\/p>\n\n\n\n<h2>Dr\u00e4ngen auf Ausbezahlen der Hilfen<\/h2>\n\n\n\n<p>Hoteliersvereinigung und Wirtschaftskammer pochen nun \u2013 basierend auch auf einem Gutachten \u2013 auf ein rasches Auszahlen der Hilfen. \u201eDie Ausgangssituation f\u00fcr die Betriebe war, dass alle Fixkosten f\u00fcr die Betriebe ersetzt werden und Pacht ist hier auch ein geh\u00f6riger Fixkostenanteil f\u00fcr Betriebe. Im Laufe der Pandemie wurden dann die FAQs ge\u00e4ndert, dass die Pacht nicht mehr ersetzt wird und das ist eine gro\u00dfe Herausforderung finanzieller Sicht\u201c, betonte Gratzer.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut Gratzer w\u00e4re es essenziell, dass auch die Pacht als Fixkostenanteil ersetzt wird und \u201edementsprechend auch in Fixkostenersatz und Verlustersatz von der COFAG akzeptiert wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2>Schlechtere Aussichten f\u00fcr Wintersaison<\/h2>\n\n\n\n<p>Laut WIFO (\u00d6sterreichisches Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung) sind die Ums\u00e4tze im Tourismus heuer \u00f6sterreichweit inflationsbereinigt um elf Prozent zu 2019 gesunken. Wien schneide hier ein wenig besser da, da es viele \u00dcbersee- und Kongresstouristen gibt, die tendenziell ausgabefreudiger seien.<\/p>\n\n\n\n<p>Was die Urlauberinnen und Urlauber betrifft, rechnen Tourismusforscher damit, dass sich das bisherige Wachstum in der Wintersaison ein wenig einbremsen k\u00f6nnte. \u201eWir alle rechnen damit, dass die Konjunktur in \u00d6sterreich, aber auch in Deutschland (dem nach wie vor wichtigsten Herkunftsmarkt in \u00d6sterreich) nachl\u00e4sst und dass wir in eine Rezession schlittern und das wird nat\u00fcrlich auch die Nachfrage nach Urlaub in \u00d6sterreich beeinflussen\u201c, sagte Oliver Fritz, Tourismusexperte im WIFO.<\/p>\n\n\n\n<p>In Wien sind die Zimmerpreise zuletzt zwar um bis zu 25 Prozent angestiegen. Die hohen Energie-, Personal- und Lebensmittelkosten k\u00f6nnte man damit aber nicht voll kompensieren, hie\u00df es aus der Branche.<\/p>\n\n\n\n<p>red, wien.ORF.at<\/p>\n\n\n\n<p>qelle:orf.at <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz Tourismusauftrieb weniger Ums\u00e4tze Der Sommer hat f\u00fcr den Wiener Tourismus viel Aufschwung gebracht, aber es gibt auch Schattenseiten. Einerseits hat es hervorragende N\u00e4chtigungszahlen gegeben, andererseits sinken inflationsbedingt dennoch die Ums\u00e4tze, da die G\u00e4ste weniger Geld ausgeben w\u00fcrden. 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