{"id":1319,"date":"2023-04-25T17:07:36","date_gmt":"2023-04-25T16:07:36","guid":{"rendered":"http:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1319"},"modified":"2023-04-25T17:07:36","modified_gmt":"2023-04-25T16:07:36","slug":"wissenschaft-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1319","title":{"rendered":"WISSENSCHAFT"},"content":{"rendered":"\n<h1>NHM widmet sich der eigenen Geschichte<\/h1>\n\n\n\n<p><strong>Das Naturhistorische Museum (NHM) Wien will mit einem neuen Geschichtspfad seine reichhaltige Geschichte sichtbar machen. Ein neuer Themenparcours zeigt, wie sich in der Geschichte des Hauses die Ordnung der Natur gewandelt hat.<\/strong>Online seit heute, 6.00 UhrTeilen<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand ausgesuchter Objekte im ganzen Haus l\u00e4dt der Themenparcours zu einer Entdeckungsreise durch die 275-j\u00e4hrige Geschichte einer Sammlung ein, die von urspr\u00fcnglich 30.000 auf mittlerweile gesch\u00e4tzte 30 Millionen Objekte angewachsen ist. NHM-Generaldirektorin Katrin Vohland verwies bei der Pr\u00e4sentation des Geschichtspfads auf das \u201everst\u00e4rkte, kritisch reflektierte Interesse des NHM an seiner Geschichte\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Auseinandersetzung mit den dunklen Seiten der Geschichte des Hauses, auf die der Historiker Johannes Feichtinger von der Akademie der Wissenschaften (\u00d6AW) verwies (\u201eauf der glanzvollen Geschichte des Museums liegt zugleich ein Schatten\u201c), hat in den vergangenen Jahren u.a. zu Restitutionen unrechtm\u00e4\u00dfig erworbener Sammlungsst\u00fccke und der Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h3>Fotostrecke mit 7 Bildern<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/oekastatic.orf.at\/mims\/2023\/17\/13\/crops\/w=1280,q=90\/1764119_bigpicture_654813_1680125724470.jpg?s=f3ebfd3bef8d2c062f1ef0c42ba9af465ac855ac\" alt=\"Geschichtsvitrine im Aufgang zu Deck 50\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/oekastatic.orf.at\/mims\/2023\/17\/09\/crops\/w=1280,q=90\/1764144_bigpicture_654809_1680125724484.jpg?s=d875fddd8f53f82a0adba83c2fd4f10f50c37e84\" alt=\"Eine Vitrine\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bild&nbsp;1von&nbsp;7Weiter in der Fotostrecke<\/p>\n\n\n\n<h2>\u201eIrrwege\u201c in NS-Zeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Auf solch \u201egef\u00e4hrliche Irrwege\u201c wie in der Zeit des Nationalsozialismus, als das NHM \u201eZentrum des wissenschaftlichen Rassismus war\u201c, wie Feichtinger es bezeichnete, geht das Museum auch in den beiden im Vorjahr er\u00f6ffneten Vitrinen im Stiegenaufgang zum zweiten Stock ein, die sich den beiden Grundprinzipien des Hauses widmen: die Natur zu ordnen und sie anschaulich zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der neue Geschichtspfad wurde begleitend zu diesen beiden Vitrinen konzipiert und besch\u00e4ftige sich eher \u201emit den Lichtseiten der Geschichte\u201c, sagte Martin Krenn, Leiter des Archivs f\u00fcr Wissenschaftsgeschichte am NHM. Der Grundstock der NHM-Sammlung stammt aus 1748, als Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen die damals gr\u00f6\u00dfte, 30.000 Objekte umfassende private Naturaliensammlung von dem Florentiner Gelehrten Johann Ritter von Baillou kaufte und sie in der Wiener Hofburg aufstellen lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Tod ihres Mannes machte Maria Theresia die kaiserlichen Sammlungen der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich. Forschungsreisen wie die Brasilien-Expedition (1817-1819) oder die Weltumsegelung der Fregatte Novara (1857-1859) lie\u00dfen die Kollektion anwachsen, und 1889 wurde schlie\u00dflich mit dem Haus am Ring das heutige NHM er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<h2>Erstes Evolutionsmuseum<\/h2>\n\n\n\n<p>Ferdinand von Hochstetter (1829-1884), der erste Intendant des NHM, war ein fr\u00fcher Anh\u00e4nger von Charles Darwin und seiner Evolutionstheorie. Er machte diese zum Leitmotiv des neuen Museums und \u201egestaltete das NHM als erstes konsequentes Evolutionsmuseum. Die Eingliederung der Humanwissenschaft in die Naturgeschichte stellte in der damaligen Zeit einen mutigen Schritt dar\u201c, wie es bei der Station des Geschichtspfads bei der B\u00fcste Hochstetters hei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so wandelt man heute noch auf den Spuren der Evolution, etwa im ersten Stock des Museums, wo man einen Rundgang von den aus damaliger Sicht \u201eunvollkommensten Tieren\u201c bis zu den \u201evollkommensten Stufen der Evolution\u201c, also von den Einzellern bis zu den Primaten, absolviert. Und am Ende der Runde gelangt man wieder in die zentrale obere Kuppelhalle, wo an der Decke die verschiedenen Wissenschaften als h\u00f6chste Errungenschaften des Menschen dargestellt sind \u2013 und im ber\u00fchmten Darwin-Fries ein Affe dem Menschen den Spiegel vorh\u00e4lt, um ihn mit seiner Tierverwandtschaft zu konfrontieren.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Stefanie Jovanovic-Kruspel vom Archiv f\u00fcr Wissenschaftsgeschichte am NHM ist der neue Geschichtspfad ein Versuch, die in den R\u00e4umen und Objekten des Hauses \u201egespeicherten Zeitschichten zumindest zum Teil zug\u00e4nglich zu machen\u201c. Das Museum will mit dem Themenparcours eine Entdeckungsreise durch das Museum und den historischen Wandel von Ordnung und Anschauung bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>red, wien.ORF.at\/<a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/impressum-nachrichtenagenturen\/\">Agenturen<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2>Link:<\/h2>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/www.nhm-wien.ac.at\/\">Naturhistorisches Museum Wien<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>QELLE : ORF.AT <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NHM widmet sich der eigenen Geschichte Das Naturhistorische Museum (NHM) Wien will mit einem neuen Geschichtspfad seine reichhaltige Geschichte sichtbar machen. 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