{"id":1317,"date":"2023-04-25T17:06:07","date_gmt":"2023-04-25T16:06:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1317"},"modified":"2023-04-25T17:06:07","modified_gmt":"2023-04-25T16:06:07","slug":"gesundheit-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1317","title":{"rendered":"GESUNDHEIT"},"content":{"rendered":"\n<h1>Neun Kindergesundheitszentren f\u00fcr Wien<\/h1>\n\n\n\n<p><strong>Die \u00d6sterreichische Gesundheitskasse und die Wiener \u00c4rztekammer haben sich auf Rahmenbedingungen f\u00fcr kindermedizinische Versorgungseinrichtungen geeinigt. Neun Standorte sind jetzt ausgeschrieben. Sie sollen bis Ende des Jahres starten.<\/strong>Online seit heute, 11.00 Uhr&nbsp;(Update: 13.10 Uhr)Teilen<\/p>\n\n\n\n<p>Konkret werden f\u00fcnf kindermedizinische Zentren und vier Prim\u00e4rversorgungseinrichtungen (PVE) geschaffen, mit mindestens zwei bzw. drei \u00c4rzten, erweiterten \u00d6ffnungszeiten (40 bzw. 50 Wochenstunden) und ohne Schlie\u00dftage unter der Woche. Die PVE werden auch am Samstag offen haben. Das au\u00dferhalb der Spit\u00e4ler angesiedelte Angebot wird von den Kassen bezahlt.<\/p>\n\n\n\n<p>All das l\u00e4uft \u00fcber eine Pilotvereinbarung, die f\u00fcr f\u00fcnf Jahre gilt und bei der nicht nur die \u00d6GK, sondern auch die Kassen f\u00fcr \u00f6ffentlichen Dienst\/Eisenbahn\/Bergbau (BVAEB), die Selbstst\u00e4ndigen-Kasse SVS und die KFA der Stadt Wien dabei sind. Pro Einrichtung \u2013 je drei in jeder der drei Wiener Versorgungsregionen \u2013 sind im Schnitt 1,8 Mio. Euro pro Jahr vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Kleinere Zentren sollen sp\u00e4ter aufgestockt werden<\/h2>\n\n\n\n<p>Innerhalb der f\u00fcnf Jahre sollen auch die kleineren Zentren (die quasi als Starthilfe f\u00fcr \u00e4rztliche Neueinsteiger gedacht sind) zu vollwertigen PVE aufstocken. Gedacht ist das als Modellprojekt, das sp\u00e4ter auf ganz \u00d6sterreich ausgerollt, in die entsprechende Bund-L\u00e4nder-Vereinigung aufgenommen und letztlich auch im PVE-Gesetz verankert wird \u2013 auch um entsprechende EU-F\u00f6rdergelder lukrieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Suche nach den Teams von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten sowie Vertreterinnen und Vertretern anderer Gesundheitsberufe, die in den Einrichtungen t\u00e4tig sein werden, l\u00e4uft. Grunds\u00e4tzlich sind in allen Einrichtungen jedenfalls mehrere Fach\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte f\u00fcr Kinder- und Jugendheilkunde besch\u00e4ftigt. Dazu kommen Ordinationsassistenz, diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege sowie nach Bedarf Sozialarbeit, klinische Psychologie, Physiotherapie und \u00c4hnliches.<\/p>\n\n\n\n<h2>Alle Leistungen unter einem Dach<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eDas ist der Riesenvorteil dieser Einrichtungen, dass wir unter einem Dach Kinder so weit wie m\u00f6glich versorgen k\u00f6nnen\u201c, sagt Mario Ferrari, Vorsitzender des Landesstellenausschusses der \u00d6GK in Wien. Peter Voitl, Wiener Fachgruppenobmann f\u00fcr Kinder- und Jugendheilkunde und selbst Bewerber um eine der Einrichtungen, betonte, dass man damit entscheidende Verbesserungen in der Versorgung anbieten k\u00f6nne. \u201eIch denke, dass wir hier vor einem wesentlichen Umbruch in der Versorgung stehen.\u201c F\u00fcr die Patienten gebe es ein vielf\u00e4ltiges Angebot an einem Ort. Den \u00c4rzten komme entgegen, dass sie hier im Team verschiedener Spezialisten arbeiten k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit gibt es in Wien 88 Kassenplanstellen f\u00fcr Kinder\u00e4rzte, sechs davon konnten zuletzt schon nicht mehr besetzt werden \u2013 weil die Einzelpraxen f\u00fcr die \u00c4rzte nicht mehr attraktiv genug waren bzw. die Privatmedizin als Wahl\u00e4rztin oder -arzt lockte. Auch solche Mediziner will man mit dem neune Modell anlocken. Die Zahl der Planstellen soll laut Ferrari aber nicht steigen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Neues Modell einzigartig in \u00d6sterreich<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Modell ist einzigartig in \u00d6sterreich. Die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte zeigen gro\u00dfes Interesse. Ziel sei es jetzt, die neun Standorte sinnvoll \u00fcber das Stadtgebiet zu verteilen und so auch einige der derzeit freien Kassenstellen wieder besetzen zu k\u00f6nnen, hei\u00dft es von der \u00c4rztekammer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kammer sieht aber noch einen Aspekt: Die attraktiven Arbeitsbedingungen k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass auch Wahl\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte der Kinder- und Jugendheilkunde wieder mehr Interesse an einem Kassenvertrag zeigen. Schlie\u00dflich erm\u00f6glicht diese neue Struktur, dass \u00c4rztinnen und \u00c4rzte die unterschiedlichen Aufgaben untereinander verteilen k\u00f6nnen und dadurch gr\u00f6\u00dfere Flexibilit\u00e4t, etwa bei der Planung von Urlauben, erm\u00f6glicht wird. Insgesamt ist man optimistisch, dass schon im Sommer die ersten kindermedizinischen Versorgungseinrichtungen in Wien er\u00f6ffnen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>red, wien.ORF.at\/<a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/impressum-nachrichtenagenturen\/\">Agenturen<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2>Links:<\/h2>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/www.aekwien.at\/\">Wiener \u00c4rztekammer<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.gesundheitskasse.at\/cdscontent\/?contentid=10007.866742&amp;portal=oegkportal\">\u00d6sterreichische Gesundheitskasse<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/wien.orf.at\/stories\/3204554\/#\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<h4><strong>Mehr<\/strong>&nbsp;zum Thema<\/h4>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/wien.orf.at\/stories\/3119786\/\">Kassen-Kinder\u00e4rzte \u201eaussterbende Spezies\u201c<\/a><\/p>\n\n\n\n<h4>Aktuell in wien<img src=\"https:\/\/oekastatic.orf.at\/mojo\/1_4_1\/storyserver\/\/oeka\/common\/images\/more-to-read-logo.svg\" alt=\"wien.ORF.at\"><\/h4>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/wien.orf.at\/stories\/3204646\/\">\u00c4rztekammer: Steinhart zieht sich zur\u00fcckPolitik<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>QELLE : ORF.AT <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/wien.orf.at\/stories\/3204628\/\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neun Kindergesundheitszentren f\u00fcr Wien Die \u00d6sterreichische Gesundheitskasse und die Wiener \u00c4rztekammer haben sich auf Rahmenbedingungen f\u00fcr kindermedizinische Versorgungseinrichtungen geeinigt. 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