{"id":1315,"date":"2023-04-25T17:04:54","date_gmt":"2023-04-25T16:04:54","guid":{"rendered":"http:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1315"},"modified":"2023-04-25T17:04:54","modified_gmt":"2023-04-25T16:04:54","slug":"kultur-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1315","title":{"rendered":"KULTUR"},"content":{"rendered":"\n<h1>Die Gegenwart der NS-Vergangenheit<\/h1>\n\n\n\n<p><strong>Das Haus der Geschichte \u00d6sterreich (hdg\u00f6) er\u00f6ffnet diese Woche einen neuen Ausstellungsbereich: Er widmet sich der Gegenwart der NS-Vergangenheit und arbeitet vier unterschiedliche, teils unbequeme Kapitel der \u00f6sterreichischen Zeitgeschichte auf.<\/strong>Online seit heute, 11.38 UhrTeilen<\/p>\n\n\n\n<p>Angesprochen werden der Mythos von \u00d6sterreich als vermeintlich erstem Opfer des Nationalsozialismus, strukturelle und personelle Kontinuit\u00e4ten der NS-Herrschaft, die lange in die Zweite Republik nachwirkten, der Kampf verschiedener Opfergruppen um Anerkennung sowie Aspekte des Antisemitismus in \u00d6sterreich seit 1945. Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit sieht das hdg\u00f6 als laufenden Prozess, der sich nicht abschlie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch sehe es als unseren Auftrag, am Puls der Gegenwart zu sein und wichtige Entwicklungen zu veranschaulichen. Erinnerungskultur ver\u00e4ndert sich laufend, das zeigt sich in verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Debatten. Historische Stra\u00dfennamen werden zum Teil der \u00f6ffentlichen Diskussion, die Auseinandersetzung mit umstrittenen Denkm\u00e4lern ist aktueller denn je. Im Zuge der Corona-Ma\u00dfnahmen-Demonstrationen waren zuletzt auch absolut unzul\u00e4ssige historische Bez\u00fcge verst\u00e4rkt in der \u00d6ffentlichkeit\u201c, sagt hdg\u00f6-Direktorin Monika Sommer.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/oekastatic.orf.at\/mims\/2023\/17\/93\/crops\/w=800,q=90\/1764843_body_655093_filzsterne_markus_guschelbauer.jpg?s=1526d73bc2c26298dafdfc92c2573a8395ebe29c\" alt=\"\u201ejudenstern\u201c aus Gerichtsakt\"\/><figcaption>Gelbe Sterne \u201eungeimpft\u201c und Kuverts f\u00fcr gerichtliche Beweismittel<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2>Opfermythos und NS-Einfluss<\/h2>\n\n\n\n<p>1945 befreiten die Alliierten \u00d6sterreich und verwalteten das Land bis 1955 mit. Lange stellte sich \u00d6sterreich als \u201eerstes Opfer\u201c des Nationalsozialismus dar. Verschwiegen wurde, wie viele \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher das Regime unterst\u00fctzt hatten oder an NS-Verbrechen beteiligt gewesen waren. Das NS-Gedankengut und ehemalige Anh\u00e4ngerinnen und Anh\u00e4nger des Nationalsozialismus pr\u00e4gten die Zweite Republik mit. Die tats\u00e4chlichen Opfer des NS-Regimes blieben lange ungeh\u00f6rt oder wurden sogar weiter diskriminiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand von griffigen Beispielen und Geschichten wird erkl\u00e4rt, warum die Auseinandersetzung mit der NS-Herrschaft und ihren Verbrechen die Geschichte der Zweiten Republik bis heute pr\u00e4gt. Viele erstmals ausgestellte und einzigartige Objekte machen das lange Ringen der Opfer um Anerkennung sichtbar und zeigen, wie aktuell diese Fragen in der Gegenwart sind.<\/p>\n\n\n\n<h2>Besucherinnen und Besucher im Fokus<\/h2>\n\n\n\n<p>Nicht zuf\u00e4llig steht im Zentrum des Themenbereichs eine interaktive Landkarte, die aktuell brennende Konflikte um Erinnerungszeichen sichtbar macht. Das hdg\u00f6 erm\u00f6glicht engagierten Menschen aus ganz \u00d6sterreich, Diskussionen \u00fcber Orte der Erinnerung anzusto\u00dfen und nimmt dabei die Rolle der Moderation ein. Unter dem Titel \u201eBaustellen der NS-Erinnerungskultur\u201c k\u00f6nnen Menschen \u00fcber ihre Mobiltelefone oder Computer Diskussionsbedarf zu NS-bezogenen Denkm\u00e4lern und Erinnerungszeichen anmelden oder bereits verzeichnete Orte kommentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der neue Themenbereich l\u00e4sst sich im Mai besonders gut entdecken: Das Museum h\u00e4lt aufgrund von Feiertagen an zwei ansonsten geschlossenen Montagen offen, n\u00e4mlich am 1. Mai und am 29. Mai jeweils von, 10-18 Uhr. Zudem ist anl\u00e4sslich des \u201eTages der Befreiung\u201c der Eintritt am Sonntag, den 7. Mai ins Museum kostenlos.<\/p>\n\n\n\n<p>red, wien.ORF.at\/<a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/impressum-nachrichtenagenturen\/\">Agenturen<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2>Link:<\/h2>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/hdgoe.at\/erinnern_gegenwart_der_ns_vergangenheit\">Haus der Geschichte \u00d6sterreich (hdg\u00f6)<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>QELLE : ORF.AT <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gegenwart der NS-Vergangenheit Das Haus der Geschichte \u00d6sterreich (hdg\u00f6) er\u00f6ffnet diese Woche einen neuen Ausstellungsbereich: Er widmet sich der Gegenwart der NS-Vergangenheit und arbeitet vier unterschiedliche, teils unbequeme Kapitel der \u00f6sterreichischen Zeitgeschichte auf.Online seit heute, 11.38 UhrTeilen Angesprochen werden der Mythos von \u00d6sterreich als vermeintlich erstem Opfer des Nationalsozialismus,<span class=\"more-link\"><a href=\"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1315\">Continue Reading<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1315"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1315"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1315\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1316,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1315\/revisions\/1316"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1315"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1315"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1315"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}