{"id":1125,"date":"2023-04-05T17:34:57","date_gmt":"2023-04-05T16:34:57","guid":{"rendered":"http:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1125"},"modified":"2023-04-05T17:34:57","modified_gmt":"2023-04-05T16:34:57","slug":"sisi-ich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1125","title":{"rendered":"\u201eSisi &amp; ich\u201c"},"content":{"rendered":"\n<h1>Im Dienst der Hardcore-Kaiserin<\/h1>\n\n\n\n<p>Im Dienst der Hardcore-Kaiserin teilen<a href=\"https:\/\/topos.orf.at\/filter?tags=Geschichte\">Geschichte<\/a><a href=\"https:\/\/topos.orf.at\/filter?tags=Kritik\">Kritik<\/a><a href=\"https:\/\/topos.orf.at\/filter?tags=Kultur\/Film\">Film<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>31. M\u00e4rz 2023, 10:52 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p>Noch eine Sisi? Oh ja: Frauke Finsterwalders \u00fcberspitzte Kom\u00f6die \u201eSisi &amp; ich\u201c schildert Kaiserin Elisabeth von \u00d6sterreich aus dem Blickwinkel ihrer verliebten Hofdame Irma (Sandra H\u00fcller). Ohne R\u00fccksicht auf historische Details, daf\u00fcr mit umso mehr Augenmerk aufs Zwischenmenschliche, ist diese Sisi ein grausamer, manipulativer und unwiderstehlich charmanter Superstar.<a href=\"https:\/\/topos.orf.at\/filter?authors=Magdalena+Miedl\">Magdalena Miedl<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnd jetzt kommen die Spr\u00fcnge.\u201c Als dieser Befehl kommt, ist Irma Gr\u00e4fin Szt\u00e1ray (H\u00fcller) eigentlich schon fix und fertig, nach tagelanger Anreise mit Bahn und Boot von Wien nach Korfu. Viel zu warm ist sie gekleidet, viel zu eng ihre Schuhe. Doch die Kaiserin will sehen, wie fit ihre neue Hofdame ist. Also rennt Irma auf Gehei\u00df des kaiserlichen Kammerdieners Runden, noch bevor sie einen Schluck Wasser bekommt, springt \u00fcber H\u00fcrden, als w\u00e4re sie ein m\u00fcdes Dressurpferd. Mangelnde Ergebenheit ist n\u00e4mlich K\u00fcndigungsgrund im Job als Hofdame.<\/p>\n\n\n\n<p>In lakonisch-drastischem Tonfall schildert \u201eSisi &amp; ich\u201c die letzten Lebensjahre der Kaiserin Elisabeth, die damals der \u201egr\u00f6\u00dfte Popstar ihrer Zeit\u201c war, wie Regisseurin Finsterwalder sagt. Zu Lebzeiten war die Kaiserin Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr die Massen, nach ihrem Ableben Anlass f\u00fcr Theaterst\u00fccke, Filme, Romane und Musicals. Bis in die Gegenwart ist sie so vertraut, dass man \u00fcber sie auf Spitznamenbasis spricht, selbst das Sisi-Museum nutzt den Kosenamen als offizielle Bezeichnung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/soph-assets.orf.at\/sis\/image\/57c77874-e724-40a8-82ef-f7cb0d3790bc\/AAABhzJppHY\/AAABhKSyzMw\/topos_body_16_9\/film-sisi-und-ich108.jpeg\" alt=\"Drei Frauen vor einem Tisch, auf dem elegante Speisen pr\u00e4sentiert werden. Zwei der Frauen im historischen Kost\u00fcm, die dritte mit FFP2-Maske und Kopfh\u00f6rern\" title=\"Zugreifen verboten: Sandra H\u00fcller und Sophie Hutter am Set mit Regisseurin Frauke Finsterwalder (mit FFP2-Maske)\"\/><figcaption>Zugreifen verboten: Sandra H\u00fcller und Sophie Hutter am Set mit Regisseurin Frauke Finsterwalder (mit FFP2-Maske)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In dieser Gemengelage, gepr\u00e4gt vor allem durch die \u201eSissi\u201c-Trilogie von Ernst Marischka um die makellos niedliche Romy Schneider und ihr Leiden im sch\u00f6nbrunnergoldenen K\u00e4fig des Habsburger Hofzeremoniells, sind nun in den letzten Jahren einige Filme und Serien entstanden. Das h\u00e4ngt zum einen damit zusammen, dass die Figur des filigranen M\u00e4dchens in der Zwangsjacke eines Luxusambientes ewig fasziniert, von der Prinzessin auf der Erbse \u00fcber Marilyn Monroe bis zu Diana Spencer.<\/p>\n\n\n\n<h2>Die vielen fiktiven Facetten der Kaiserin<\/h2>\n\n\n\n<p>Sisi-Fernsehserien, -Romane und -Filme feiern fr\u00f6hliche Urst\u00e4nd, wobei nicht wenige einen dezidierten Gegenentwurf zum zerbrechlichen Klischee versuchen. Das ger\u00e4t sehr unterschiedlich feministisch-progressiv, von der skandal\u00f6s masturbierenden Teenagerin in der Serie \u201eSisi\u201c \u00fcber Thomas Brezinas ermittelnde Kaiserin in \u201eSisis sch\u00f6ne Leichen\u201c, Karen Duves akribisch recherchierten Roman \u201eSisi\u201c \u00fcber die \u00e4ltere Kaiserin als manische Reiterin und manipulative Arbeitgeberin bis hin zu Marie Kreutzers \u201eCorsage\u201c, wo schon der Titel die Enge ins Zentrum stellt und der Film am Beispiel der Kaiserin auch vom gesellschaftlichen Korsett der Jederfrau erz\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun also gibt es da noch eine Version der Kaiserin, in einem Film, den die Welt \u00fcberraschenderweise tats\u00e4chlich gebraucht hat, und in dem die exzentrischen Selbstkasteiungsgewohnheiten der Kaiserin im Vordergrund stehen. Dieses neue Werk abgekoppelt von all den anderen royalen Prinzessinnen- und Kaiserinneninszenierungen der letzten Jahre zu sehen, etwa Pablo Larrains \u201eSpencer\u201c und Dianas drastisch inszenierter Anorexie, ist unm\u00f6glich, \u201eSisi &amp; ich\u201c ist nolens volens Teil einer Gesamterz\u00e4hlung.<\/p>\n\n\n\n<h2>Horror, Kom\u00f6die und Ironie<\/h2>\n\n\n\n<p>Finsterwalder aber drehte ihren Film, ohne zun\u00e4chst von \u201eCorsage\u201c zu wissen. Dass er nun auch als eine Art Fortsetzung zu Kreutzers Film gelesen werden kann und beide Filme auf sehr unterschiedliche Weise zu einem \u00e4hnlichen Schluss kommen, macht die Sache zus\u00e4tzlich reizvoll. Und dass in Finsterwalders Film genau jene Episode um eine Jagd in England prominent vorkommt, die im kollektiven \u00f6sterreichischen Ged\u00e4chtnis wenig pr\u00e4sent ist, mit der aber Duves Sisi-Roman einsetzt und deren Kontext auch in \u201eCorsage\u201c eine Rolle spielt, ist zumindest kurios.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/soph-assets.orf.at\/sis\/image\/9577263f-0d1f-4189-b822-fb4baa830da3\/AAABhzcbHT8\/AAABhKSyzMw\/topos_body_16_9\/film-sisi-und-ich106.jpeg\" alt=\"Ein Mann und eine Frau liegen Arm in Arm auf einer Chaiselongue, dahinter steht ein Mann und schaut direkt in die Kamera\" title=\"Auf Korfu l\u00e4sst Elisabeth (Susanne Wolff) es sich gut gehen, auch mit ihrem flamboyanten Schwager Luziwuzi (Georg Friedrich)\"\/><figcaption>Auf Korfu l\u00e4sst Elisabeth (Susanne Wolff) es sich gut gehen, auch mit ihrem flamboyanten Schwager Luziwuzi (Georg Friedrich)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eSisi &amp; ich\u201c zeigt die Kaiserin als erbarmungslose Frau in einer Drastik, wie es noch keiner der bisherigen Filme getan hat, in einem vor allem zu Beginn tr\u00fcgerisch sommerlichen Ambiente des Achilleion auf Korfu (gedreht wurde auf Malta und in der Villa Kattus in Wien), das Elisabeth sich als Refugium fern der Residenzstadt hat bauen lassen. Die Handlung ist immer aus dem Blickwinkel der Hofdame Irma geschildert, als frisch rekrutierter Begleiterin f\u00fcr die Kaiserin, heute w\u00fcrde man sagen, als \u201ePersonal Assistant\u201c, die wehrlos der Anziehungskraft von Elisabeth verf\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Szenen ganz zu Beginn des Films, in denen Irma einem genauen Check unterzogen wird, sind hart an der Grenze zum Kabarett. Die unverheiratete Irma wird da von ihrer strengen Mutter in die Hofburg gebracht, ein kleiner Konflikt zwischen den beiden Frauen eskaliert zum Slapstick und endet mit einer blutigen Nase f\u00fcr Irma, und schon ist klar: Satirische \u00dcbertreibung ist diesem Film nicht fremd. Es ist genau jenes Schauspielgenre, in dem H\u00fcller (\u201eToni Erdmann\u201c) immer ganz besonders gl\u00e4nzt, wie Finsterwalder ihr gegen\u00fcber ORF Topos attestiert: \u201eWie keine andere in Deutschland hat sie das Talent, Kom\u00f6die und Horror zu verbinden, Ironie und auch etwas Kindliches. Ohne Sandra H\u00fcller h\u00e4tten wir diesen Film gar nicht drehen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2>Liebe als pure Fantasie<\/h2>\n\n\n\n<p>Als Irma eintrifft auf Korfu, wo die Kaiserin ausschlie\u00dflich in Gesellschaft anderer Frauen lebt, mit nur einem m\u00e4nnlichen Diener (Stefan Kurt) in ihrer Entourage, mutet das Drumherum zun\u00e4chst zwar nach Hippie-Kommune an. Der kaiserliche Umgang k\u00f6nnte aber kaum ausbeuterischer sein. Zwar holt Sisi Irma ganz in ihre N\u00e4he, spielt sie gegen ihre bisherige Favoritin (Sophie Hutter) aus, schimpft mit ihr \u00fcber den Kaiser (Markus Schleinzer) und holt sie zu Gelagen mit ihrem lebenslustigen Schwager Luziwuzi (Georg Friedrich), aber echte Freundschaft oder gar Liebe ist das Ganze h\u00f6chstens in Irmas Fantasie.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Elisabeth, die Susanne Wolff (\u201eStyx\u201c) mit Charme und niederschmetternder Grausamkeit spielt, ist ein drastischer Gegenentwurf zur lieblichen Marischka-Sissi, deren wesentliche Motivation darin bestand, dass es allen gut geht. Eine erste Neuinterpretation der Figur war Romy Schneider selbst 1973 in Luchino Viscontis Kossalepos \u201eLudwig II.\u201c gelungen, wo sie ihre Kultrolle konterkarierte. F\u00fcr Finsterwalder waren aber tats\u00e4chlich die \u201eSissi\u201c-Filme Anlass f\u00fcr ihr Interesse an der Figur, wie sie sagt: \u201eAls Teenager fand ich diese Filme ganz schrecklich, aber als ich sie jetzt wiedergesehen habe, fand ich sie eigentlich toll.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/soph-assets.orf.at\/sis\/image\/a2384a11-46a8-4512-b254-56be477d3934\/AAABhzcbnI4\/AAABhKSyzMw\/topos_body_16_9\/berlinale23-oefilme122.jpeg\" alt=\"Frauen in einer Badewanne, Szene aus dem Film \u201eSisi und ich\u201c\" title=\"Diese N\u00e4he ist tr\u00fcgerisch\"\/><figcaption>Diese N\u00e4he ist tr\u00fcgerisch<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die \u00e4ltere Sisi reizte Finsterwalder, \u201eweil ich interessant fand, dass sie dann wirklich weg war von ihrem Mann und den Kindern. Es gibt ja Vorw\u00fcrfe an Frauen, wenn sie sich nicht um die Familie k\u00fcmmern, und ich fand faszinierend, dass ihr das egal war und dass sie sich am Ende ihres Lebens ziemlich befreit hat von allem, auch von Dingen, die man traditionell erwartet von einer Frau, der Ehe und so weiter.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2>Die erfundene Hofdame<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Perspektive der Hofdame Irma auf die Kaiserin, die im Film in ihrem Freiheitsdrang und ihren Launen gnadenlos ist, ist nur dem Namen nach historisch. Zwar hie\u00df jene ungarische Hofdame, die die Kaiserin in ihren letzten Lebensjahren begleitete und auch bei dem t\u00f6dlichen Attentat am 10. September 1898 anwesend war, tats\u00e4chlich Gr\u00e4fin Szt\u00e1ray, die Film-Irma aber sei \u201ekomplette Fiktion\u201c, so Finsterwalder.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch habe ihre Tageb\u00fccher gelesen, auch die der anderen Hofdamen. Ich fand all die Hochs und Tiefs bezeichnend, die die aushalten mussten.\u201c Die Beziehung dieser Frauen zur Kaiserin sei von gro\u00dfen Emotionen gekennzeichnet gewesen, \u201eund das alles hab ich dann in eine Figur gestrickt, die ich Irma genannt habe. Mit der historischen Irma hat das aber wenig zu tun, die hatte beispielsweise ein sehr gutes Verh\u00e4ltnis zu ihrer Mutter.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2>Sport, Drogen, Selbstkasteiung<\/h2>\n\n\n\n<p>Finsterwalder schrieb ihr Drehbuch gemeinsam mit ihrem Partner Christian Kracht, mit dem sie schon f\u00fcr ihr episodisches, lakonisch-verschmitztes Deutschland-Panorama \u201eFinsterworld\u201c (2013) zusammengearbeitet hat. Kracht ist Autor von Romanen wie \u201eFaserland\u201c, \u201eEurotrash\u201c und auch \u201eImperium\u201c, f\u00fcr den er sich mit dem Aussteiger August Engelhardt und dessen Kokosnuss-Kult befasst. Motive daraus, die extreme Selbstkasteiung etwa, finden sich in \u201eSisi &amp; ich\u201c wieder, wenn Sisi von Irma nicht nur sportliche Ausdauer erwartet, sondern auch einfordert, dass sie wie die anderen Frauen ihres Hofsaates an Hungerkuren mit Abnehmdrogen teilnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vieles in dieser Beziehung hat mit psychologischer Manipulation zu tun, ein sinngem\u00e4\u00dfes \u201eWenn du mich wirklich liebst, tust du das f\u00fcr mich\u201c, das weit \u00fcber das Verh\u00e4ltnis zwischen Arbeitgeberin und Arbeitnehmerin hinausgeht. \u201eIn der Vorbereitung haben wir viel \u00fcber Frauenbilder gesprochen und was eine Frau \u00fcberhaupt sagen darf\u201c, so Finsterwalder. \u201eEs geht um physische und auch verbale Gewalt und auch um Essst\u00f6rungen. Da geh\u00f6rt nat\u00fcrlich der Aspekt der K\u00f6rperlichkeit dazu, wie Frauen ihren K\u00f6rper wahrnehmen oder dieser auch von au\u00dfen wahrgenommen wird und wie wir als K\u00fcnstlerinnen damit umgehen.\u201c<strong><\/strong>01:45<\/p>\n\n\n\n<p>Sandra H\u00fcller: \u201eF\u00fcr mich war da eine Grenze erreicht\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das sei auch in der Vorbereitung eine Gratwanderung gewesen, sagt H\u00fcller im Interview gegen\u00fcber ORF Topos (siehe Video). Finsterwalder habe sie und Wolff gebeten, f\u00fcr die Rolle abzunehmen, \u201edamit wir in die Kost\u00fcme passen\u201c. Dabei tragen die beiden Figuren in nur wenigen Szenen Korsetts, viele der Kleider von Kost\u00fcmbildnerin Tanja Hausner wirken anachronistisch flie\u00dfend und frei. Wom\u00f6glich h\u00e4tte es die Ansage gar nicht gebraucht, die die beiden Schauspielerinnen so in Sorge versetzte. \u201eEs ist psychologisch total interessant, was durch diese Ansage entstanden ist\u201c, so H\u00fcller. \u201eDieses Thema hat dann die ganze Arbeit bestimmt. Das ging schon sehr ins Private rein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2>Anachronismen als Schl\u00fcssel zur Wahrheit<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Anachronismen im Film sind nicht nur an der Mode festzumachen. Finsterwalder nutzt auch Musik als bewussten historischen Stilbruch, ausschlie\u00dflich St\u00fccke weiblicher Interpretinnen, von TripHop bis Punk. Einen \u00e4hnlichen Kunstgriff haben schon andere Biopics ber\u00fchmter Personen in den letzten Jahren angewandt, von Sofia Coppolas \u201eMarie Antoinette\u201c \u00fcber Susanna Nicchiarellis \u201eMiss Marx\u201c bis, erneut, \u201eCorsage\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Neu ist aber tats\u00e4chlich, diese oft portr\u00e4tierte Kaiserin aus dem Blickwinkel einer Frau zu zeigen, die ihr auf eine Weise zugetan ist, so volatil, innig, k\u00f6rperlich und von Eifersucht gepr\u00e4gt, wie es sonst wohl nur unter 13-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen und sehr verliebten Menschen vorkommt. Im Film kollidiert das mit den Anforderungen eines rigiden Hofzeremoniells, das Ergebnis ist dramatisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Geschlechterrollen sind bei Finsterwalder ein Thema von vorgestern, M\u00e4nner gro\u00dfteils blo\u00dfe Stichwortgeber und Statisten. Die Regisseurin geht auf der Leinwand vollends unbek\u00fcmmert mit dem um, was der historische Rahmen vorgibt, interpretiert um, setzt neu zusammen \u2013 und schafft gerade dadurch ein Bild, das aufschlussreich von der Welt erz\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Magdalena Miedl (Text, Gestaltung), ORF Topos, Kimquin Bahian (Schnitt), f\u00fcr ORF Topos<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2>Link:<\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/filminstitut.at\/filme\/sisi-ich\">Sisi &amp; ich<\/a>\u00a0(\u00d6FI)v1.0.4-production (04. April 2023, 12:05:59)<\/p>\n\n\n\n<p>QELLE : ORF.AT <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Dienst der Hardcore-Kaiserin Im Dienst der Hardcore-Kaiserin teilenGeschichteKritikFilm 31. M\u00e4rz 2023, 10:52 Uhr Noch eine Sisi? Oh ja: Frauke Finsterwalders \u00fcberspitzte Kom\u00f6die \u201eSisi &amp; ich\u201c schildert Kaiserin Elisabeth von \u00d6sterreich aus dem Blickwinkel ihrer verliebten Hofdame Irma (Sandra H\u00fcller). 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