{"id":1055,"date":"2023-04-05T16:45:10","date_gmt":"2023-04-05T15:45:10","guid":{"rendered":"http:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1055"},"modified":"2023-04-05T16:45:10","modified_gmt":"2023-04-05T15:45:10","slug":"offene-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1055","title":{"rendered":"\u201eOFFENE GRENZEN\u201c"},"content":{"rendered":"\n<h1>Selenskyj und Duda zeigen Geschlossenheit<\/h1>\n\n\n\n<p><strong>Die dritte Auslandsreise des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj hat ihn am Mittwoch nach Warschau gef\u00fchrt, wo er mit dem polnischen Pr\u00e4sidenten Andrzej Duda zusammentraf. Bei seinem Besuch hat sich Selenskyj vor allem f\u00fcr die Hilfe Polens im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine bedankt \u2013 und gleichzeitig von einer Zukunft mit offenen Grenzen zwischen Polen und der Ukraine gesprochen.<\/strong>Online seit heute, 16.25 UhrTeilen<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders in den ersten Tagen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine h\u00e4tten die grenznahen Orte in Polen \u201eihre T\u00fcren ge\u00f6ffnet, und es gab keine Grenzen zwischen uns\u201c, sagte Selenskyj. Das sei der Anfang daf\u00fcr, dass es in Zukunft keine Grenzen mehr zwischen den Nachbarl\u00e4ndern geben werde.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKeinerlei Grenzen in politischer, wirtschaftlicher und \u2013 besonders wichtig \u2013 in historischer Hinsicht\u201c, betonte der 45-J\u00e4hrige mit Blick auf die schwierige ukrainisch-polnische Vergangenheit. In weiterer Folge dankte Selenskyj Duda und den Polen f\u00fcr die gew\u00e4hrte Hilfe \u201eauf dem schwierigen Weg zu unserem Sieg\u201c. Ukrainische Fl\u00fcchtlinge k\u00f6nnten sich dank der Menschen in Polen in ihrem Nachbarland \u201ewie zu Hause f\u00fchlen\u201c und seien nicht nur G\u00e4ste.<\/p>\n\n\n\n<p>Selenskyj sieht Polen auch als einen Schl\u00fcsselpartner, wenn es zu einem Wiederaufbau seines Landes nach Ende des russischen Angriffskriegs kommt, und lud daher polnische Firmen ein, bereits vor Ende des Kriegs in der Ukraine t\u00e4tig zu werden, um ihre Positionen im Markt zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/assets.orf.at\/mims\/2023\/14\/97\/crops\/w=1280,q=90\/1741503_bigpicture_645197_ukraine_polen_selenskyj_body_afp.jpg?s=b5e38104d8eda72e60346bbcda7a6009b6fd171b\" alt=\"Volodymyr Zelensky und Andrzej Duda\"\/><figcaption>Beim Empfang trug Selenskyj einen schwarzen Pullover mit dem ukrainischen Dreizack<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2>Polen mit meisten Kriegsfl\u00fcchtlingen<\/h2>\n\n\n\n<p>Polen hat nach Angaben des Fl\u00fcchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) rund 1,6 Millionen Kriegsfl\u00fcchtlinge aus der benachbarten Ukraine aufgenommen, so viele wie kein anderes Land der Welt. Ein Gro\u00dfteil der Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten wird dabei seit den ersten Kriegstagen von B\u00fcrgerinitiativen und Privatpersonen getragen.<a href=\"https:\/\/debatte.orf.at\/stories\/1826526\/\">DEBATTEWie k\u00f6nnte das Ende des Ukraine-Krieges aussehen?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Das EU- und NATO-Land Polen macht sich au\u00dferdem immer wieder f\u00fcr westliche Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr die von Russland angegriffene Ukraine stark. Bei der Frage der Lieferung von Kampfpanzern des Typs Leopard 2 setzte Polen die deutsche Bundesregierung lange unter Druck, diese willigte schlie\u00dflich ein. Zudem hat Polen eine wichtige Funktion als logistische Drehscheibe f\u00fcr die milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung aus dem Westen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Weitere Kampfflugzeuge f\u00fcr die Ukraine<\/h2>\n\n\n\n<p>Polen ist nach eigenen Angaben au\u00dferdem dazu bereit, s\u00e4mtliche MiG-29-Kampfjets im eigenen Bestand an die Ukraine abzugeben. Warschau werde \u201ein Zukunft in der Lage sein, seine gesamte MiG-Flotte\u201c aus etwa 30 Flugzeugen an Kiew zu \u00fcbergeben, \u201esofern die NATO-Verb\u00fcndeten zustimmen\u201c, sagte Duda. Polen hat Kiew bereits acht seiner in der Sowjetunion hergestellten MiG-29-Jets geliefert.<\/p>\n\n\n\n<p>Bisweilen w\u00fcrden weitere MiG-29 aber vorerst noch im Dienst der polnischen Streitkr\u00e4fte bleiben, so Duda. Erst wenn sie sukzessive durch moderne Kampfjets ersetzt w\u00fcrden, die Polen bereits in S\u00fcdkorea und den USA bestellt habe, k\u00f6nnten auch diese Maschinen der Ukraine \u00fcberlassen werden. Neben Polen hat bereits die Slowakei vier MiG-29 an Kiew abgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>TVP, 5.4.2023<strong>Selenskyj in Polen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2>Selenskyj: \u201eLage in Bachmut sehr, sehr schwer\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei seinem Besuch in Polen kam der ukrainische Pr\u00e4sident auch auf die ostukrainische Stadt Bachmut zu sprechen. Seiner Einsch\u00e4tzung nach sei die Lage dort \u201esehr, sehr schwer\u201c. \u201eDort wird die gr\u00f6\u00dfte Zahl verschiedener Waffen wie Artillerie eingesetzt\u201c, sagte Selenskyj. Die Situation hinsichtlich verf\u00fcgbarer Munition \u00e4ndere sich t\u00e4glich und die ukrainischen Truppen k\u00e4mpften mit unterschiedlichem Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDoch wir befinden uns in Bachmut, und der Feind kontrolliert Bachmut nicht\u201c, unterstrich Selenskyj. Er widersprach damit auch j\u00fcngsten \u00c4u\u00dferungen aus Moskau. Der Chef der in Bachmut k\u00e4mpfenden S\u00f6ldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, hatte behauptet, seine Einheiten h\u00e4tten Bachmut \u201erechtlich\u201c eingenommen, weil sie das Geb\u00e4ude der Stadtverwaltung kontrollierten. \u201eUmso mehr Munition in die Ukraine gelangt, um so schneller werden wir die Lage nicht nur in Bachmut, sondern auf dem ganzen Territorium unseres Staates kl\u00e4ren\u201c, so Selenskyj.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem Sp\u00e4tsommer versuchen russische Truppen Bachmut im Gebiet Donezk einzunehmen. Der Gro\u00dfteil der Stadt und Teile des Zentrums stehen bereits unter russischer Kontrolle. Im Westteil der Stadt mit ehemals 70.000 Einwohnern leisten die ukrainischen Einheiten jedoch weiter hartn\u00e4ckigen Widerstand. Russland ist vor mehr als 13 Monaten in die Ukraine einmarschiert.<\/p>\n\n\n\n<h2>Auszeichnung f\u00fcr Selenskyj<\/h2>\n\n\n\n<p>Am Rande des Besuchs verlieh Duda Selenskyj die h\u00f6chste Auszeichnung des Landes, den Orden des Wei\u00dfen Adlers. Er erhalte den Orden f\u00fcr seine Verdienste um die Vertiefung der polnisch-ukrainischen Beziehungen, seinen Einsatz f\u00fcr die Sicherheit sowie f\u00fcr die Verteidigung der Menschenrechte, sagte Duda in seiner W\u00fcrdigung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/assets.orf.at\/mims\/2023\/14\/06\/crops\/w=1280,q=90\/1741509_bigpicture_645206_ukraine_polen_selenskyj_body02_r.jpg?s=7a224a09a4f684e52e5f60f8b19bc0626f5d318b\" alt=\"Volodymyr Zelensky empf\u00e4ngt Ehrung von Andrzej Duda\"\/><figcaption>Selenskyj nimmt in Begleitung seiner Frau Olena Selenska den Orden des Wei\u00dfen Adlers von Polens Pr\u00e4sident Duda entgegen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2>Dritte Auslandsreise seit Kriegsbeginn<\/h2>\n\n\n\n<p>Selenskyj ist seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 bisher nur sehr selten ins Ausland gereist. Im Februar hatte er London, Paris und Br\u00fcssel besucht. Die erste Reise hatte ihn im Dezember nach Polen und in die USA gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>red, ORF.at\/<a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/impressum-nachrichtenagenturen\/\">Agenturen<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2>Links:<\/h2>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/www.president.gov.ua\/en\/president\/biografiya\">Ukrainischer Pr\u00e4sident<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.president.pl\/president\/competences\">Polnischer Pr\u00e4sident<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>QELLE : ORF.AT <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selenskyj und Duda zeigen Geschlossenheit Die dritte Auslandsreise des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj hat ihn am Mittwoch nach Warschau gef\u00fchrt, wo er mit dem polnischen Pr\u00e4sidenten Andrzej Duda zusammentraf. Bei seinem Besuch hat sich Selenskyj vor allem f\u00fcr die Hilfe Polens im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine bedankt \u2013 und<span class=\"more-link\"><a href=\"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1055\">Continue Reading<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1055"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1055"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1055\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1056,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1055\/revisions\/1056"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1055"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1055"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1055"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}