{"id":1029,"date":"2023-03-31T16:33:27","date_gmt":"2023-03-31T15:33:27","guid":{"rendered":"http:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1029"},"modified":"2023-03-31T16:33:27","modified_gmt":"2023-03-31T15:33:27","slug":"kampagne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1029","title":{"rendered":"Kampagne"},"content":{"rendered":"\n<h1>Junge Migranten gegen Gewalt an Frauen<\/h1>\n\n\n\n<p>Junge Migranten gegen Gewalt an Frauen teilen<a href=\"https:\/\/topos.orf.at\/filter?tags=Gesellschaft\">Gesellschaft<\/a><a href=\"https:\/\/topos.orf.at\/filter?tags=Gesellschaft\/Gender\">Gender<\/a><a href=\"https:\/\/topos.orf.at\/filter?tags=Gesellschaft\/Jugend\">Jugend<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>07. M\u00e4rz 2023, 12:09 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p>In \u00d6sterreich ist jede dritte Frau ab dem 15. Lebensjahr mindestens einmal im Leben von Gewalt betroffen. Femizide und Morde sind die Spitze des Eisbergs. In der Onlinekampagne \u201e#KeineEinzigeSchwesterMehr\u201c sprechen migrantische Jugendliche aus Wien \u00fcber Gewalt gegen Frauen. ORF Topos hat mit ihnen \u00fcber toxische Geschlechterrollen (im Video) gesprochen.<a href=\"https:\/\/topos.orf.at\/filter?authors=Leonie+Markovics\">Leonie Markovics,&nbsp;<\/a><a href=\"https:\/\/topos.orf.at\/filter?authors=Nina+Gr%C3%BCnauer+\">Nina Gr\u00fcnauer<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wegen der hohen Gewaltrate und der zahlreichen Femizide in \u00d6sterreich wollen migrantische Jugendliche mit dem Onlineprojekt \u201eBro&amp;Kontra: #KeineEinzigeSchwesterMehr\u201c auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen. Es geht um toxische M\u00e4nnlichkeit \u2013 und darum, wie Junge veraltete patriarchale Denkmuster \u00fcberwinden k\u00f6nnen. \u201eIch glaube, der Hauptgrund sind eifers\u00fcchtige M\u00e4nner\u201c, sagt der 17-j\u00e4hrige Orhan zu ORF Topos.<strong>&nbsp;<\/strong>In der Kampagne verarbeiten die Jugendlichen Erfahrungen mit Gewalt gegen Frauen, die sie zum Teil selbst erlebt haben. Zum Schutz ihrer Identit\u00e4t haben sie sich maskiert und verwenden Pseudonyme.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum manche M\u00e4nner \u00fcberhaupt gewaltt\u00e4tig werden, habe auch damit zu tun, \u201ewie man das gelernt hat, ob man es im eigenen Bekanntenkreis so gesehen hat\u201c, so der 17-j\u00e4hrige Marko. Ziel der Kampagne ist, Jugendlichen Alternativen zu Gewalt aufzuzeigen. Das Projekt wird vom Juvivo-Jugendtreff im 21. Bezirk gemeinsam mit der Beratungsstelle Extremismus (boja) begleitet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/soph-assets.orf.at\/sis\/image\/4eb76d90-4877-4205-bbba-80c42bc1803c\/AAABhrvCgfY\/AAABhKSyzMw\/topos_body_16_9\/gewalt-gegen-frauen-migration124.jpeg\" alt=\"Aufnahme von zwei maskierten Jugendlichen\" title=\"Ziel der Kampagne ist, Alternativen zu toxischer M\u00e4nnlichkeit aufzuzeigen\"\/><figcaption>Ziel der Kampagne ist, Alternativen zu toxischer M\u00e4nnlichkeit aufzuzeigen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eViele m\u00e4nnliche Jugendliche aus migrantischen Milieus haben stark traditionell gepr\u00e4gte M\u00e4nnlichkeitsvorstellungen\u201c, sagt<em>&nbsp;<\/em>Sertan Batur zu ORF Topos. Batur leitet den Juvivo-Jugendtreff, ist klinischer Psychologe und in der M\u00e4nnerberatung Wien t\u00e4tig. Er kennt die Jugendlichen hinter der Kampagne, viele von ihnen sind Arbeiterkinder<strong>&nbsp;<\/strong>und in Wien aufgewachsen. Traditionelle Rollenbilder und patriarchale Strukturen seien h\u00e4ufig noch in Arbeiterfamilien verankert, \u201ein den migrantischen Familien, aber genauso in den Familien ohne Migrationshintergrund\u201c, so der Psychologe.<\/p>\n\n\n\n<p>Das pr\u00e4ge die Jugendlichen. Es existierten<em>&nbsp;<\/em>klischeehafte Bilder von M\u00e4nnlichkeit wie jenes, \u201edass M\u00e4nner immer stark sein sollen\u201c, woran die Jugendlichen in der Realit\u00e4t h\u00e4ufig scheitern. Oft w\u00fcssten die jungen M\u00e4nner nicht, \u201ewie sie mit Aggressionen und Wut umgehen sollen, wenn sie verletzt werden\u201c, so Batur.<\/p>\n\n\n\n<h2>Medienberichte beeinflussen Selbstbild<\/h2>\n\n\n\n<p>Aggression und Betroffenheit beruhe dabei auch auf der medialen Diskussion \u00fcber die migrantischen jungen M\u00e4nner selbst, erkl\u00e4rt Paul Scheibelhofer, der unter anderem zu \u201ekritischer M\u00e4nnlichkeitsforschung\u201c als auch zu \u201eMigration und Rassismus\u201c an der Leopold-Franzens-Universit\u00e4t Innsbruck forscht. Scheibelhofer erkl\u00e4rt: \u201eStudien zeigen wiederholt, dass migrantische und gefl\u00fcchtete M\u00e4nner die negativen Bilder kennen, die \u00fcber sie existieren. Sie sehen diese Bilder in den sozialen Medien und auf Wahlplakaten, sie begegnen ihnen in Schule, Beruf und Alltag.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Stereotype Bilder machen die Burschen w\u00fctend und betroffen, da sie damit der Verallgemeinerung zum Opfer fallen. \u201eDenn die vorherrschenden medial vermittelten Bilder stellen migrantische M\u00e4nner als r\u00fcckst\u00e4ndig und sexuell gef\u00e4hrlich dar. Damit beg\u00fcnstigen sie eine feindliche Stimmung gegen\u00fcber diesen M\u00e4nnern und versch\u00e4rfen die ohnehin oft prek\u00e4re Lebenssituation, in der sich viele befinden\u201c, so Scheibelhofer. Neben dem Druck aus der eigenen Community wirken damit auch Medienberichte negativ auf das Selbstbild der jungen M\u00e4nner ein.<\/p>\n\n\n\n<h2>\u201eViele Frauen erkennen Grenzverletzungen nicht einmal\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p>Sich \u00fcber veraltete und patriarchale Denkmuster und Erwartungen aus der eigenen Community hinwegzusetzen, habe weniger mit Mut zu tun, \u201eals mit pers\u00f6nlicher Notwendigkeit\u201c, sagt die 26-j\u00e4hrige Journalistin Nada El-Azar-Chekh. Sie spricht \u00f6ffentlich \u00fcber die Gewalt, die sie in ihrer eigenen Familie und Community erlebt hat. Allgemein w\u00fcrden viele junge M\u00e4dchen und Frauen Grenzverletzungen nicht erkennen, \u201eda sie in ihren Familien niemals dazu animiert wurden, dass sie eine sch\u00fctzenswerte Privatsph\u00e4re h\u00e4tten\u201c, sagt El-Azar-Chekh zu ORF Topos. Der erste Schritt sei daher immer: \u201eEigene Grenzen erkennen, dann festlegen und dann verteidigen.\u201c Gemeinsam mit dem \u00d6sterreichischen Integrationsfonds (\u00d6IF) hat die Journalistin einen Leitfaden f\u00fcr junge Frauen verfasst, um auf Grauzonen von Gewalt hinzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<ul><li>ORF<img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/soph-assets.orf.at\/sis\/image\/de273058-1ee6-457a-853d-c4de6355fbfd\/AAABhrvCndc\/AAABhKSy4UM\/topos_bigpicture_16_9\/gewalt-gegen-frauen-migration110.jpeg\" width=\"3872\" height=\"2178\"><\/li><li>ORF<img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/soph-assets.orf.at\/sis\/image\/a0520c03-12cd-4256-84d2-361d2f88a51f\/AAABhrvCm5s\/AAABhKSy4UM\/topos_bigpicture_16_9\/gewalt-gegen-frauen-migration112.jpeg\" width=\"3872\" height=\"2178\"><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2>Viele Gesichter der Gewalt<\/h2>\n\n\n\n<p>Kontrolle und \u00dcberwachung durch den Partner oder die Familie seien Gewaltformen, von denen M\u00e4dchen und Frauen h\u00e4ufig betroffen sind, wei\u00df Tamar Citak, Beraterin der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt aus langj\u00e4hriger Erfahrung. Es gibt unterschiedliche Formen von Gewalt, k\u00f6rperliche, psychische, sexuelle, \u00f6konomische und soziale Gewalt \u2013 die Grenzen sind oft flie\u00dfend.<\/p>\n\n\n\n<p>Gewalt an Frauen beginnt bei Werten, Einstellungen, \u00dcberzeugungen und Vorurteilen \u2013 an der Spitze stehen Suizide und vor allem Morde. Je mehr sich die Pyramide zuspitzt, desto weniger Menschen sind zwar direkt betroffen, doch die Schwere der Gewalt nimmt weiter zu. Strukturelle Gewalt (als Folge von Ungleichheiten in der Gesellschaft) bildet also unter anderem den N\u00e4hrboden f\u00fcr personelle Gewalt, die von einer einzelnen Person ausge\u00fcbt wird. Das Prinzip von Macht und Kontrolle bleibt aber in allen Stufen das gleiche.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/soph-assets.orf.at\/sis\/image\/566a2fde-7a80-4d09-833b-e602c8cf3bf7\/AAABhrvCuss\/AAABhKSyzMw\/topos_body_16_9\/gewalt-gegen-frauen-migration108.jpeg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Stufen der Gewaltentwicklung, wie sie in der Gewaltpyramide veranschaulicht sind, bieten zwar eine Orientierung dar\u00fcber, wie Gewalt entstehen kann, \u201eaber nicht alle Frauen erleben dasselbe\u201c, erkl\u00e4rt Maria R\u00f6sslhumer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Autonomen \u00d6sterreichischen Frauenh\u00e4user, im Gespr\u00e4ch mit ORF.at. Gewalt verl\u00e4uft nicht immer linear oder stufenweise.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/soph-assets.orf.at\/sis\/image\/b5504c62-e413-4e74-b503-f1601a52467c\/AAABhrvCeYc\/AAABhKSydMQ\/topos_body_3_4\/gewalt-gegen-frauen-migration122.jpeg\" alt=\"Plakat mit der Aufschrift \u201eNie wieder Femizid!\u201c\" title=\"Foto: ORF.at\/Christian \u00d6ser; Illustration: StoP-Partnergewalt\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die vielen Gesicher der gelernten Gewalt<\/strong><br>Die Formen von Gewalt, die Frauen durch Beziehungspartner erleben, sind vielf\u00e4ltig. Aber: Gewalt wird gelernt, sind sich Opferschutzorganisationen und M\u00e4nnerberatungsstellen einig. Was es daher braucht und sofort geben kann, sind Vorbilder, sagen Expertinnen und Experten zu&nbsp;<a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3237491\/\">ORF.at<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2>Viele Barrieren f\u00fcr Migrantinnen<\/h2>\n\n\n\n<p>Gewalt an Frauen h\u00e4nge nicht mit der Herkunft oder mit einer Staatszugeh\u00f6rigkeit zusammen, und M\u00e4dchen und Frauen mit Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung seien generell nicht h\u00e4ufiger von Gewalt betroffen als inl\u00e4ndische Frauen, hei\u00dft es in einem Bericht des Vereins<em>&nbsp;<\/em>Autonome \u00d6sterreichische Frauenh\u00e4user (A\u00d6F).<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufig w\u00fcrden diese Frauen aber mehrfach benachteiligt, sagen Expertinnen und Experten: Geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt sowie im Bildungswesen k\u00f6nnen zu finanziellen Abh\u00e4ngigkeiten f\u00fchren, \u201edie Frauen mitunter zwingen, in Gewaltverh\u00e4ltnissen zu bleiben\u201c, sagt Najwa Duzdar, Leiterin der Beratungsstelle Orient Express zu ORF Topos.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders schwierig wird die Lage, wenn der Aufenthaltstitel der M\u00e4dchen und Frauen an den Ehemann gekn\u00fcpft ist. Scham und Angst vor Stigmatisierung h\u00e4lt Frauen allgemein oft davon ab, \u00fcber ihre Erfahrungen zu sprechen und Hilfe zu suchen, bei Frauen mit Migrationsgeschichte komme noch die Sorge dazu, \u201erassistische Klischees und Vorurteile zu bedienen\u201c, so Duzdar. Hinzu kommen Sprachbarrieren, ein fehlendes soziales Netzwerk oder fehlende Anonymit\u00e4t, insbesondere bei M\u00e4dchen und Frauen, die noch nicht lange in \u00d6sterreich sind, f\u00fcgt Citak hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hilfe f\u00fcr Frauen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/www.wien.gv.at\/menschen\/frauen\/beratung\/frauennotruf\/\">24-Stunden-Frauennotruf<\/a>: 0171719<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.rataufdraht.at\/\">Rat auf Draht<\/a>: 147<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.frauenhelpline.at\/\">Frauen-Helpline:<\/a>&nbsp;0800222555<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.frauenhaeuser-zoef.at\/\">Zusammenschluss \u00d6sterreichischer Frauenh\u00e4user<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.gewaltschutzzentrum.at\/\">Gewaltschutzzentren \u00d6sterreichs<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2>Gewalt, um \u201eMacht und Kontrolle auszu\u00fcben\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p>In sehr traditionellen Familien, unabh\u00e4ngig der ethnischen Herkunft, w\u00fcrden M\u00e4nner einen gef\u00fchlten Autorit\u00e4tsverlust oft darin erleben, \u201edass sich Machtverh\u00e4ltnisse verschieben\u201c, sagt die Soziologin Karin Steiner: \u201eBeispielsweise, wenn Frauen einer Erwerbsarbeit nachgehen, damit finanziell unabh\u00e4ngiger werden und auch mehr externe Kontakte nutzen k\u00f6nnen, um sich aus einer ungesunden Beziehung zu emanzipieren\u201c, so Steiner. Gewalt gegen Frauen habe immer die Funktion, \u201eMacht und Kontrolle auszu\u00fcben beziehungsweise die Autorit\u00e4t des Mannes wiederherzustellen\u201c, sagt die Soziologin.<\/p>\n\n\n\n<p>Allein in dem bisher kurzen Jahr 2023 wurde bis zum 27. Februar in den Medien von 18 F\u00e4llen schwerer Gewalt sowie sechs Morden an Frauen berichtet. Diese Zahlen stammen aus einer Aufstellung des Vereins Autonome \u00d6sterreichische Frauenh\u00e4user, der regelm\u00e4\u00dfig Medienberichte \u00fcber schwere Gewaltverbrechen und Femizide zusammentr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dunkelziffer liegt weit h\u00f6her. Im Vorjahr (2022) wurden 14.643 Betretungs- und Ann\u00e4herungsverbote von der Polizei verh\u00e4ngt. 90 Prozent der Gef\u00e4hrder sind dabei m\u00e4nnlich, berichtet die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie. Sch\u00e4tzungen der Polizei zufolge werden rund 90 Prozent aller Gewalttaten in der Familie und im sozialen Nahraum ausge\u00fcbt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Beratung f\u00fcr M\u00e4nner<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/www.maennerinfo.at\/\">M\u00e4nnerinfo:<\/a>&nbsp;0800 400 777<\/li><li><a href=\"https:\/\/mannsbilder.at\/\">M\u00e4nnerberatung Mannsbilder<\/a>: 0512 576644<\/li><li><a href=\"https:\/\/maennernotruf.at\/\">M\u00e4nnernotruf:<\/a>&nbsp;0800 246 247<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.maenner.at\/\">M\u00e4nnerberatung Wien<\/a>: 016032828<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.caritas-stpoelten.at\/hilfe-angebote\/kinder-familie\/familienberatung-psychotherapie\/maennerberatung\">M\u00e4nnerberatung der Caritas<\/a>: 02742 353510 335<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.caritas-steiermark.at\/hilfe-angebote\/flucht-integration\/beratung-hilfe\/carim\">\u201eCariM\u201c Interkulturelle M\u00e4nnerberatung der Caritas<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2>Mehr Pr\u00e4vention und Beratungsangebote<\/h2>\n\n\n\n<p>In Schulen oder Jugendzentren sei es wichtig, M\u00e4dchen und Frauen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung \u00fcber ihre Rechte und Hilfsangebote zu informieren, sagt Citak. Diese M\u00e4dchen und Frauen w\u00fcssten, was auf sie zukomme, wenn sie sich gegen den gewaltt\u00e4tigen Partner oder die gewaltt\u00e4tige Familie wehren, aber \u201esie m\u00fcssen wissen, wenn sie den Schritt gehen, wohin k\u00f6nnen sie sich wenden, was sind ihre Rechte\u201c, so Citak weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Um M\u00e4dchen und junge Frauen in solchen Situationen aufzufangen, aber auch pr\u00e4ventiv zu unterst\u00fctzen und zu st\u00e4rken, wurde das Zentrum Bakhti im 15. Bezirk gegr\u00fcndet. Das Zentrum, das im Februar er\u00f6ffnet wurde, richtet sich an Teenager und junge Frauen zwischen 14 und 21 Jahren, die bereits direkt oder indirekt Gewalterfahrungen erleben mussten. Auch f\u00fcr Burschen gibt es Angebote.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUm die Situation in puncto Gewalt an Frauen zu ver\u00e4ndern, m\u00fcssen wir sowohl die negativen Bilder als auch die soziale Ungleichheit angehen, von der migrantische M\u00e4nner wie Frauen in \u00d6sterreich betroffen sind\u201c, so Scheibelhofer. Zudem brauche es Zusammenhalt und Solidarit\u00e4t innerhalb der Gesellschaft, so der Experte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der Burschenarbeit und Pr\u00e4ventionsarbeit im Juvivo.21-Jugendtreff werden toxische Geschlechterrollen und M\u00e4nnlichkeitsbilder reflektiert und diskutiert. Es geht um Fragen wie \u201eWie sieht deine ideale Beziehung aus oder welche Ziele willst du in deinem Leben erreichen?\u201c, um zu schauen, ob die Verhaltensweisen mit den eigenen W\u00fcnschen \u201ezusammenpassen oder nicht\u201c, erkl\u00e4rt Batur. Es gehe darum, den Jugendlichen gleichberechtigte Geschlechterbilder zu vermitteln, sie in ihrem Selbstwert zu st\u00e4rken \u201eund andere L\u00f6sungen zu finden als Gewalt\u201c, so der Psychologe.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nina Gr\u00fcnauer (Text, Interview), ORF News, f\u00fcr ORF Topos, Leonie Markovics (Text, Gestaltung), ORF Topos, Sandra Schober (Grafiken), ORF.at, Roman Bagner (Kamera), Sarah Goldschmidt (Schnitt), beide f\u00fcr ORF Topos<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2>Links:<\/h2>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/bro_und_kontra\/\">Bro&amp;Kontra<\/a>&nbsp;(Instagram)<\/li><li><a href=\"https:\/\/juvivo.at\/standorte\/jugendarbeit-21\/team-jugendarbeit-21\/\">Juvivo.21<\/a>&nbsp;(Jugendtreff)<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/iezw\/mitarbeiterinnen\/persoenliche-seiten-mitarbeiterinnen\/scheibelhofer\/index\/scheibelhofer.html\">Paul Scheibelhofer<\/a>&nbsp;(Universit\u00e4t Innsbruck)<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.aoef.at\/\">Verein Autonome Frauenh\u00e4user&nbsp;<\/a>(A\u00d6F)<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.interventionsstelle-wien.at\/\">Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.boja.at\/beratungsstelle-extremismus\">Beratungsstelle Extremismus<\/a>&nbsp;(boja)<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.orientexpress-wien.com\/\">Orient Express&nbsp;<\/a>(Beratungsstelle)<\/li><li><a href=\"https:\/\/www.bakhti.at\/\">Zentrum Bakhti<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.integrationsfonds.at\/mediathek\/mediathek-publikationen\/publikation\/nicht-ok-broschuere-12216\/\">Brosch\u00fcre \u201eNicht OK!\u201c<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.integrationsfonds.at\/\">\u00d6sterreichischer Integrationsfonds<\/a>&nbsp;(\u00d6IF)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>v1.0.4-production (14. March 2023, 10:02:17)<\/p>\n\n\n\n<p>QELLE : ORF.AT TOPOS<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Junge Migranten gegen Gewalt an Frauen Junge Migranten gegen Gewalt an Frauen teilenGesellschaftGenderJugend 07. M\u00e4rz 2023, 12:09 Uhr In \u00d6sterreich ist jede dritte Frau ab dem 15. Lebensjahr mindestens einmal im Leben von Gewalt betroffen. Femizide und Morde sind die Spitze des Eisbergs. In der Onlinekampagne \u201e#KeineEinzigeSchwesterMehr\u201c sprechen migrantische Jugendliche<span class=\"more-link\"><a href=\"https:\/\/wienernachrichten.at\/?p=1029\">Continue Reading<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1029"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1029"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1029\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1030,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1029\/revisions\/1030"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1029"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1029"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wienernachrichten.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}